nach oben
Zu einer Vergewaltigung war es vor einigen Wochen in der Pforzheimer Innenstadt gekommen.
Zu einer Vergewaltigung war es vor einigen Wochen in der Pforzheimer Innenstadt gekommen. © Seibel
05.04.2011

Schlinge um Vergewaltiger wird immer enger

PFORZHEIM. Im Fall der Aufsehen erregenden Sexualstraftat im Pforzheimer Schloßkirchenpark vom 19. Januar dieses Jahres macht die Polizei offenbar Fortschritte. Über Einzelheiten hüllen sich die Ermittler noch in Schweigen.

Oberstaatsanwalt Christoph Reichert bestätigte auf Anfrage PZ-Informationen, wonach die Polizei bei der Suche nach dem Vergewaltiger vom Schloßkirchenpark weiter gekommen sei. Zu Details wollte er zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen. Monatelang war die Kripo auf der Stelle getreten – denn es hatten sich keine Zeugen gemeldet, die zu dem Vorgang in jener Nacht des 19. Januar aufschlussreiche Beobachtungen gemacht haben könnten. Der Fall blieb bisher im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln.

Fast identische Beschreibungen

Wie mehrfach berichtet, war eine 20-Jährige Opfer eines Sexualdelikts geworden. Sie beschrieb den Täter als um die 20 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, blondgelockt und mit einem dunklen Trainingsanzug bekleidet. Er habe den Dialekt der Region gesprochen.

Die ungefähre Beschreibung trifft laut Aussage einer 26-Jährigen auch auf einen Mann zu, der sich der Angestellten in der Nacht zu Montag der vergangenen Woche als Exhibitionist unweit des Marktplatzes gezeigt haben soll. Die Frau hatte sich in einen Hausgang geflüchtet, nachdem der Mann sie zum Sex aufgefordert hatte (die PZ berichtete).

Nun erfuhr die PZ von einer weiteren jungen Frau, die möglicherweise von einem zumindest so ähnlich aussehenden Mann in einem Lokal angemacht worden sein soll. Er habe ihr, sagt die Frau, im betrunkenen Zustand anvertraut, er habe zwar eine Freundin, doch die gehe nicht auf seine sexuellen Vorlieben ein. Deshalb spreche er andere Frauen in der Innenstadt an. Im jüngsten Fall soll es zu einer Gegenüberstellung gekommen sein – mit eindeutiger Identifizierung. „Es wurde aber niemand in Untersuchungshaft genommen“, so Polizeisprecher Frank Otruba.

Leserkommentare (0)