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Das Gold-Mosaik ist auf dem Scheck zu sehen, den Einkaufsleiter Jürgen Renninger, Designer Piet van den Boom (von links) und Diemer Markenleiter Jörg Finkenzeller (rechts), „Menschen in Not“-Vorstandsmitglied Simon Walter überreichen.
Das Gold-Mosaik ist auf dem Scheck zu sehen, den Einkaufsleiter Jürgen Renninger, Designer Piet van den Boom (von links) und Diemer Markenleiter Jörg Finkenzeller (rechts), „Menschen in Not“-Vorstandsmitglied Simon Walter überreichen. © Eickhoff
26.11.2016

Schmuckdesigner entwirft Jubiläumskollektion - und spendet sein Honorar

Madonna, Grace Kelly und selbst Aphrodite, die Göttin der Liebe: Indirekt waren alle da, als die traditionsreiche Schmuckfirma Diemer am Samstag ihre Kollektion für das Goldstadt-Jubiläum 2017 vorstellte. In der Ansprache Piet van den Booms spielten die großen Damen und ihre Weiblichkeit eine tragende Rolle.

Der Goldschmied ist es, der die Schmuckstücke entworfen hae. Und er ist es auch, der sein Honorar für diese Arbeit spenden wollte: 3000 Euro gehen an die PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“. „Die Idee“, berichtete Einkaufsleiter Jürgen Renninger beim Festakt in den Diemer-Geschäftsräumen auf der Wilferdinger Höhe, „hat mich begeistert.“ So wie auch die „beeindruckende Kollektion“, die van den Boom entworfen und die Firma Daub produziert habe.

Zum einen: Eine Kette mit einer Goldlady in verschiedenen Variationen. Diese, so van den Boom, solle eine Identifikation zwischen Schmuck und Trägerinnen herstellen. Trägerinnen, „die sich an ihrer Weiblichkeit, an ihrer femininen Seite erfreuen“, sagte der Designer – so wie das bei Madonna und Co. der Fall (gewesen) sei.

Zum anderen: Ein Gold-Mosaik, das die Motive aufgreife, die mit der Schmuckgeschichte assoziiert würden: Sterne, Blüten, Sonnengesichter, aber auch Schneckenhäuser, Muscheln und Federn. Er habe etwas schaffen wollen, das man mit Stolz als etwas sehr Persönliches an andere übertragen könne, so van den Boom. „Das immer in der Hoffnung, eine Bedeutung über den einzelnen Tag hinaus zu schaffen.“

Zugleich appellierte der Designer ans Selbstvertrauen der Pforzheimer Schmuckindustrie. Trotz der Arbeitsplatzverluste sorge diese für Furore: „mit künsterischen Manufakturen, kreativen Individualisten und schöpferisch wirkenden Schulen“. Und auch – ohne dass van den Boom dies sagte – mit Kollektionen wie der von ihm geschaffenen. Für Diemer-Markenleiter Jörg Finkenzeller war es eine „Selbstverständlichkeit, dass wir zum Jubiläum unserer Stadt etwas zurückgeben und unseren Kunden etwas bieten wollen.“ In Kombination mit der Spende für „Menschen in Not“ habe man eine „tolle Aktion hinbekommen, von der viele profitieren können“.