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Gabi Lorenz (links) und Linda Nanninga vom Tourismusmarketing Pforzheim mit dem Rundum-Panorama "Rom 312", das im historischen Gaskessel installiert wird. Es ist das einzige Ausstellungsstück am ITB-Stand in Berlin.
Gabi Lorenz (links) und Linda Nanninga vom Tourismusmarketing Pforzheim mit dem Rundum-Panorama "Rom 312", das im historischen Gaskessel installiert wird. Es ist das einzige Ausstellungsstück am ITB-Stand in Berlin. © Frei
04.03.2014

Schmuckloser Auftritt der Goldstadt: Pforzheim präsentiert sich auf ITB

Pforzheim/Berlin. Als Gabi Lorenz und Linda Nanninga vom Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) am Dienstagmittag in der Baden-Württemberg-Halle auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin eintrafen, hieß es zunächst einmal: Prospekte auspacken.

Wenn am Mittwoch unterm Berliner Funkturm das "weltgrößte Reisebüro" seine Pforten öffnet, wird Pforzheim zum 28. Mal mit einem eigenen Stand vertreten sein. Aber dieser Auftritt wird wohl, wie die PZ berichtete, auch der letzte sein. Denn die WSP will sich künftig mehr dem Bereich Kongresse, Seminare und Geschäftsreisen widmen. Das Tourismusmarketing soll zurückgeschraubt werden.

So präsentiert sich Pforzheim bis Sonntag erstmals ohne Ausstellungsvitrinen. Weder das Schmuckmuseum noch die Schmuckwelten werden beispielsweise auf das Jubiläum "250 Jahre Schmuck- und Uhrenindustrie" hinweisen, das im Jahr 2017 in Pforzheim begangen wird. Und die "Miss Goldstadt", in den Jahren zuvor stets ein besonderer Blickfang, ist nur auf einem Großposter an der Rückseite des Pforzheim-Stands und in einigen Prospekten präsent.

"Pforzheim. Die Goldstadt. Der Schwarzwald" steht zwar auf dem Counter sowie auf den Faltblättern, die unter anderem für die drei Fernwanderwege durch den Schwarzwald mit Ausgangspunkt am Kupferhammer oder die "Event-Highlights 2014" werben, ansonsten gibt es dieses Mal aber wenig Gold, das für Pforzheim glänzt. Das hätte der "Panometer" sein können mit dem Rundum-Panorama von "Rom 312", das im historischen Gaskessel installiert wird. Vor einem Jahr war das Projekt auf der ITB bereits vorgestellt worden, doch die Verwirklichung hat sich verzögert.

"Eröffnung Ende 2014" ist jetzt auf einem Infoblatt vermerkt, das am Pforzheim-Stand ausliegt. Gezeigt wird auch - im Kleinformat - das Panorama vom alten Rom im Jahr 312, als Kaiser Konstantin in die "ewige Stadt" einzog. Doch vermisst wird ein richtiges Modell vom Gaskessel und seinem Umfeld im Enzauenpark, der einmal die Besuchermassen anlocken soll. Was WSP-Direktor Oliver Reitz, der zur ITB-Eröffnung in Berlin erwartet wird, zu dieser - von ihm so gewünschten - Minimalpräsentation der Goldstadt Pforzheim zu sagen hat?