760_0900_63361_schmuck.jpg
Stadtführerin Brigitte Ulrich auf der CMT mit der „dreamoc-Vitrine“.  Foto: Frei 

Schmuckmuseum präsentiert wertvolle Ausstellungsstücke als 3-D-Visualisierung

Hinter einer Glasscheibe in einer Black Box, auf einer schwarzen Vitrine mit der Aufschrift „schmuckmuseum pforzheim im reuchlinhaus – 5000 Jahre schmuck“ stehend, dreht sich vor den Augen des Betrachters langsam der berühmte goldene, griechisch-hellenische Schlangenarmreif mit seinem ovalen Granat-Stein, der aus dem zweiten/dritten Jahrhundert vor Christus stammt. Er ist zum Greifen nahe, alle seine Facetten sind bestens ausgeleuchtet. So scheint es.

Doch das wertvolle Schmuckstück, das auch schon auf einer Briefmarke (1987) der Bundespost abgebildet war, muss nicht durch einen Sicherheitsdienst bewacht werden. Und er befindet sich auch nicht hinter Panzerglas. Es ist eine originalgetreue virtuelle Darstellung. Die „dreamoc“-Vitrine, wie sie jetzt bei der Messe Camping, Motor, Touristik (CMT) in Stuttgart am Pforzheim-Stand aufgestellt war und mit für das Jubiläum „250 Jahre Goldstadt“ warb, macht es möglich, „Schmuck von allen Seiten fotorealistisch mit jedem Detail und dazu noch freischwebend zu zeigen“, erläutert Isabel Schmidt-Mappes vom Schmuckmuseum.

In einer Museumszeitschrift hatte sie die „dreamoc“-Vitrine entdeckt, mit der archäologische Funde gezeigt wurden. Das Schmuck-Projekt wurde dann durch die auf 3D-Visualisierung spezialisierte Firma Puppeteers in Dortmund umgesetzt. Neben dem Schlangenarmreif wurde noch eine zeitgenössische Arbeit ausgewählt – ein farbenprächtiger, 1998 gefertigter Armreif aus Acryl und Polyester des in Glasgow ansässigen Designers Peter Chang. Wobei das historische und das moderne Schmuckstück bei der Präsentation in der „dreamoc“-Vitrine noch für einen besonderen Effekt sorgen, wenn sich der Schlangenarmreif optisch in den Chang-Armreif verwandelt.

www.schmuckmuseum.de