nach oben
Echtes Kind Pforzheims:  Silke Lippok beim Empfang zwischen OB Gert Hager und Sportkreis-Chef Gerhard Drautz (rechts).
Echtes Kind Pforzheims: Silke Lippok beim Empfang zwischen OB Gert Hager und Sportkreis-Chef Gerhard Drautz (rechts).
31.07.2009

Schnelle Silke, stolze Stadt

PFORZHEIM. Bei allem Stolz: Alles kann auch Oberbürgermeister Gert Hager dem derzeit größten sportlichen Talent in Pforzheim nicht gewähren. „Wir haben hier keine 50-Meter-Bahn in der Halle“, sagt er beim Empfang für die 15-jährige mehrfache Jugend-Europameisterin im Schwimmen, Silke Lippok, „wir werden auch keine bauen können, da bitte ich um Verständnis“.

Davon abgesehen aber trägt die Stadt Pforzheim das Ihre dazu bei, dass es mit der Sportlerin vom SSC Sparta weiter steil aufwärts geht. Bis in höchste Höhen. Einen Gutschein für einen Flug über ihre Heimatstadt hat Hager bei der Veranstaltung im Rathaus-Foyer vor Sportfunktionären und Stadträten für Silke Lippok im Gepäck. Und eine Tüte Gummibärchen. Das müsse mal drin sein, findet der Oberbürgermeister.

Wie er der jungen Vorzeige-Sportlerin überhaupt dazu rät, sich selbst treu zu bleiben, sich nicht zu verbiegen. „Gehen Sie Ihren Weg“, sagt er. „Offenheit, Fröhlichkeit und Zielstrebigkeit zeichnen Sie aus“, findet Hager, und dies solle sich die 15-Jährige bewahren, die auch eine gute Schülerin des Heuss-Gymnasiums sei.

Ideal zum Üben der Wende

Ihre Leistungen erziele sie in bemerkenwerter Konstanz, und ihre jüngsten Ergebnisse gäben zu großen Hoffnungen Anlass, schwärmt der Oberbürgermeister weiter, und nennt die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London ein mögliches Ziel. Eines könne sie in Pforzheim auf jeden Fall gut üben: die Wende. Gerade weil es kein Hallenbad mit 50-Meter-Bahn gibt, und sie deshalb auf der gleichen Distanz doppelt so häufig wenden müsse. Im Beisein von Vertretern des Schwimmkreises und von Silke Lippoks Heimatverein Sparta übergab anschließend auch Gerhard Drautz als Sportkreisvorsitzender ein Geschenk.