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Insbesondere ältere Menschen werden Opfer von Trickbetrügern, die mit schockierenden Anrufen über erfundene Notlangen von vermeintlichen Familienangehörigen Geld ergaunern.
Insbesondere ältere Menschen werden Opfer von Trickbetrügern, die mit schockierenden Anrufen über erfundene Notlangen von vermeintlichen Familienangehörigen Geld ergaunern. © dpa
30.05.2011

"Schockanrufer" erbeuten 5000 Euro von 87-Jähriger

PFORZHEIM. Die Serie mit "Schockanrufen" von Trickbetrügern reißt nicht ab. In der vergangenen Woche wurden erneut mehrere Fälle bekannt, in denen Pforzheimer Bürger Anrufe in russischer Sprache erhielten, bei denen ihnen eine dramatische, aber unechte Notlage eines Familienangehörigen vorgespiegelt wurde.

Um dem vermeintlichen Enkel zu helfen, wurde in den bislang fünf bekannten Fällen erklärt, dass ein größerer Geldbetrag bezahlt werden müsste. In einem der aktuell bekannten Fälle fiel eine 87-jährige Pforzheimerin auf diese Masche herein, die über 5000 Euro einer ihr unbekannten Person aushändigte.

Der geforderte Geldbetrag wird nach bisheriger Erfahrung nie vom Anrufer selbst, sondern von einer im Auftrag des Anrufers handelnden Person abgeholt. Das Geld ist natürlich weg, und die Familienangehörigen wissen von nichts.

Die Polizeidirektion Pforzheim warnt vor erneutem Auftreten dieser Täter und bittet Geschädigte, sich wie folgt zu verhalten: Bei Anrufen angeblicher Verwandter in finanzieller Notlage unter deren bekannter und nicht der vom Anrufer angegebenen Nummer zurückrufen und den Sachverhalt zu klären versuchen. Notieren Sie sich die Telefonnummer des Anrufers, wenn sie in Ihrem Telefon angezeigt wird. Gehen Sie nicht auf die Forderungen ein, prägen Sie sich jedoch die Stimme und sprachliche Besonderheiten des Anrufers ein. Fremden, die als Vertrauensperson angeblicher Verwandter bei Ihnen vorbeikommen, niemals Bargeld aushändigen. Keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben. Kontaktaufnahme mit der Polizei bei verdächtigen Anrufen und weiteres Vorgehen absprechen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de/Vorbeugung/Betrug. pol