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Stolz auf Kalender und Programm: Annika Breling, Elena Link (beide Lukaszentrum), Oussama Zakzak (Kinderschutzbund), Bart Dewijze, Carmen Sancho (beide Haus der Jugend) und Johanna Schlecht (Jugend- und Sozialamt, von links).

Schöne Ferien für Weststadtkinder - Einrichtungen arbeiten an Ferienprogramm

Pforzheim. Kinderreichtum und Kinderarmut treffen in der Weststadt aufeinander wie sonst kaum irgendwo: Jeder fünfte der rund 8500 Bewohner ist jünger als 20, in vielen Haushalten leben drei und mehr Kinder, und nahezu jedes zweite Kind dort ist von Armut betroffen. In den Sommerferien zu verreisen, ist vielen von ihnen fremd. Oft können die Familien froh sein, wenn ihr Nachwuchs in den Ferien überhaupt betreut ist.

In dieser Situation haben sich erstmalig von der Sozialraumkonferenz unterstützt Einrichtungen im Stadtteil zusammengefunden um während der sechs vollen Ferienwochen täglich ein Programm anzubieten. Es handelt sich um das Lukaszentrum der Diakonie, das Haus der Jugend, den Kinderschutzbund, das Jugend- und Sozialamt und die Evangelisch-Methodistische Kirche. Zu ihrem Angebot zählen dabei Öffnungstage der Einrichtungen genauso wie kreative, teils mehrtägige Projekte mit Anmeldepflicht. In der ersten Woche gibt es einen Medien-Workshop des Jugend- und Sozialamts, in der letzten eine Sprachwerkstatt. Das Haus der Jugend wird zudem mittwochs im Wartbergbad zu Gast sein, und am 30. August fahren die Weststadtkinder in den Freizeitpark Tripsdrill.

Alle Angebote richten sich an Kinder zwischen sechs und 13 Jahren. Der Sportkreis unterstützt das Vorhaben, indem er seine FSJler zur Verfügung stellt. Stolz ist Elena Link vom koordinierenden Lukaszentrum nicht nur darauf, dass es zu dieser Absprache gekommen ist, „einer echten Netzwerkarbeit“, wie sie sagt, sondern dass daraus auch ein handlicher kleiner Kalender wurde. Diesen, umweltfreundlich produziert vom ebenfalls in der Weststadt ansässigen Beschäftigungsträger Q-Prints, haben die Kooperationspartner gestern vorgestellt. „Er ist klein genug, dass man ihn mit einem Magneten an den Kühlschrank hängen kann“, freut sich Link. Auch an die Schulen im Stadtteil ist er bereits verteilt worden.

Alle Infos sowie die Möglichkeit, sich anzumelden, bietet auch das Bündnis für Familie über www.familie-pforzheim.de