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Den Dreh raus: Trainer Holger Kranz zeigt Robin Phillipps (rechts) und Vadym Tkachov beim VdK-Schulprojekt, wie sie ihren Rollstuhl am besten durch das Foyer der Heinrich-Wieland-Schule manövrieren. Foto: Meyer
Den Dreh raus: Trainer Holger Kranz zeigt Robin Phillipps (rechts) und Vadym Tkachov beim VdK-Schulprojekt, wie sie ihren Rollstuhl am besten durch das Foyer der Heinrich-Wieland-Schule manövrieren. Foto: Meyer
05.12.2018

Schüler der Heinrich-Wieland-Schule erleben einen Morgen mit Handicap

Pforzheim. Langsam tastet sich Patrick Mandic den Flur entlang. Er sieht nichts, er hört nichts – und bewegt sich dennoch behutsam vorwärts. Sachte schwingt er den Blindenstock hin und her, um zu spüren, ob ein Hindernis im Weg ist.

„Ich hatte Angst, gegen eine Wand zu laufen“, sagt der 15-Jährige als er sich die Binde von den Augen genommen und die Ohrenschützer abgesetzt hat.

Hemmschwelle nehmen

Der Schüler der Berufsfachschule ist einer von 50 jungen Leuten, die an einem Projekt des Sozialverbands VdK an der Heinrich-Wieland-Schule teilnehmen. Dabei erleben Schüler den Alltag von Menschen mit Behinderungen, erfahren hautnah, wie es ist, blind zu sein oder im Rollstuhl zu sitzen. Mit Gewichten am Körper und einer Halsmanschette können sie zudem die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit im Alter erleben.

An die Schule kam das Projekt, bei dem auch Vertreter des Kreisverbands Pforzheims aktiv dabei sind, auf Initiative von Lehrer German Fux, der darauf aufmerksam wurde. „In meinem Fach Ethik ist das Thema Inklusion ja automatisch dabei“, erklärt Fux. Und so haben die 50 Schüler nun einen ganzen Morgen lang Ethik-Unterricht, erleben den Alltag von Behinderten am eigenen Leib.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 6. Dezember in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.