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Noch nicht der große Andrang: Der Pforzheimer Infostand im Vorfeld der großen landesweit organisierten Schülerdemo hatte nicht die breite Schülermasse angezogen.
Noch nicht der große Andrang: Der Pforzheimer Infostand im Vorfeld der großen landesweit organisierten Schülerdemo hatte nicht die breite Schülermasse angezogen. © Ketterl
28.01.2011

Schüler-Kundgebung mit kleinem Protestfeuer

PFORZHEIM. Was von Sebastian Fahner vom Arbeitskreis Freie Bildung Pforzheim als Kundgebung von Pforzheimer Schülern für eine bessere Bildungspolitik angekündigt war, entpuppte sich am Freitag um 7 Uhr im Licht der Straßenlaternen auf dem Leopoldplatz als Informationsstand mit zwei Bannern. Eine Hand voll Pforzheimer Schüler und die gleiche Zahl von Aktivisten aus dem Raum Ravensburg hatten ein Protestfeuer angekündigt, doch das beschränkte sich auf eine Papierverbrennung in einem kleinen Eimer.

Die Schülermassen, die mit den Bussen auf dem Leopoldplatz ankamen, wollten lieber in ihre warmen Klassenzimmer. Am Samstag findet in Stuttgart eine Großdemonstration im Rahmen des landesweiten Bündnisses "Baden-Württemberg brennt" statt. Nach einer Stunde war die Aktion in Pforzheim beendet. Fünf Polizeibeamte brauchten nicht tätig werden, ihre Präsenz war wegen des geringen Personenaufkommens nicht nötig.

"Egal ob an den Schulen, den Universitäten oder in der Ausbildung: Auslese und Verwertungslogik haben System", heißt es auf der Webseite des "Bildungswerks Baden-Württemberg". Und: "Zu wenige Master- und Ausbildungsplätze, Studiengebühren, G8, unbezahlte Praktika und eine diskriminierende Aufteilung in verschiedene Schulformen, das alles sind nur einige Ausdrucksformen hiervon." Bildung diene nur noch dazu, aus dem Menschen wirtschaftlichen Profit herauszuschlagen. Für freie Entfaltung sei dort kein Platz.