nach oben
Eine Treppe in die Erde entdeckten Emelie und Ronja.
Eine Treppe in die Erde entdeckten Emelie und Ronja.
Fachwerk war Teil der Route.
Fachwerk war Teil der Route.
29.03.2017

Schule einmal umgekehrt

Ölbronn-Dürrn. Was kann man machen, wenn die Kinder plötzlich mehr wissen als ihre Lehrerin? Ganz einfach, die Rollen werden getauscht. Beim Thema Geschichte stellte sich heraus, dass die Kinder der 4. Klasse, die in Dürrn aufgewachsen sind, viel mehr über ihren Ort wissen, als ihre Lehrerin, die noch nicht so lange an der Schule in Dürrn unterrichtet.

Deshalb suchten die Kinder alle besonderen Orte heraus, die etwas von früheren Zeiten erzählten. Gemeinsam planten sie eine Route durch Dürrn. Sie starteten gegenüber der Schule an der evangelischen Kirche. Hannah und Claire berichteten, dass es früher eine Wehrkirche mit einem Turm war und die Menschen darin Schutz suchen konnten.

Am Rathaus führte Sarah die Reise sehr tief in die Vergangenheit. Hier steht der eine Kopie des Herkulessteins. Dieser Stein zeigt Herkules in verschiedenen Situationen und gehörte vermutlich zu einem größeren Grabmal aus der Römerzeit. Darauf deuten auch Mauerreste und zahlreiche Funde römischer Münzen hin. Ernes berichtete der Lehrerin über die vielen alten Fachwerkhäuser und zeigte ihr ein Haus, das 222 Jahre alt ist.

Es ging weiter zu Steffis Lädle, worüber Finn und Fabian herausgefunden hatten, dass dort früher eine Scheune war. Später wurde dort ein Tante Emma-Laden eingerichtet, der 2003 wieder geschlossen wurde. Julian und Nick hielten die Gruppe an der Sparkasse an und erzählten, dass hier von 1976 bis 1998 die Dürrner Feuerwehr stationiert war.

Etwas außerhalb im Wald gibt es das Matschloch. Dieses ist ein etwa fünf Meter tiefes Loch, wo eine Treppe in die Erde hineinführt. Hier gab es laut Emelie und Ronja früher einen großen Turm, der im Krieg zerstört wurde.

Am Friedhof zeigte Rares das Eingangstor von 1851. Lange Zeit war es den Dürrnern nicht erlaubt, ihren eigenen Friedhof zu haben und sie mussten ihre Toten auf Pritschen nach Kieselbronn bringen. Deswegen wurden die Dürrner auch Totenpritscher genannt. Als Letztes stellte Benjamin ein 400 Jahre altes Fachwerkhaus mit einem blauen Tor vor, das wohl das älteste Haus in Dürrn ist.