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Am Mittwochmorgen versperrt ein Bus den Zugang zum Pforzheimer Weihnachtsmarkt. Das neue Konzept soll Terroristen abhalten.
Am Mittwochmorgen versperrt ein Bus den Zugang zum Pforzheimer Weihnachtsmarkt. Das neue Konzept soll Terroristen abhalten. © Ketterl
21.12.2016

Schutz vor Anschlägen: Linienbusse an Weihnachtsmarkt-Zufahrten positioniert

Pforzheim. Die Stadt Pforzheim hat unmittelbar nach ihrer Ankündigung am Dienstagabend ihr Vorhaben in die Tat umgesetzt: Bereits am Mittwochvormittag versperrten Linienbusse die Zufahrten zum Pforzheimer Weihnachtsmarkt an beiden Enden der Fußgängerzone.

Diese Maßnahme soll vor Anschlägen wie dem in Berlin schützen. Durch die Fahrzeuge sollen unkontrollierte Zufahrten zum Weihnachtsmarkt verhindert werden, wie zum Beispiel mit einem Lkw. In Berlin waren bei der verhängnisvollen Todesfahrt 12 Menschen gestorben, rund 50 weitere wurden teilweise schwer verletzt.

Busse dienen als Barriere zum Weihnachtsmarkt

Auf PZ-Nachfrage erklärten ein Sprecher der Feuerwehr Pforzheim und der städtische Pressesprecher Philip Mukherjee, dass die Fahrer der jeweiligen Busse immer in der Nähe seien, so dass im Falle eines Brandes oder anderen Notfalls der Bus schnell zur Seite gefahren werden könne. „Auf alle Eventualitäten wird man sich zwar nie einstellen können“, so Mukherjee im Hinblick auf mögliche Anschläge, „aber die Busse haben auf jeden Fall einen abschreckenden Charakter“.

Umfrage

Für die letzten Tage des Weihnachtsmarktes in Pforzheim werden Linienbusse an den Zugängen zum Weihnachtsmarkt an den beiden Enden der Fußgängerzone aufgestellt. Ist das eine angemessene Sicherheitsmaßnahme?

Ja 56%
Nein 44%
Stimmen gesamt 2848

Bei den Besuchern des Weihnachtsmarktes stießen die neuen Schutzmaßnahmen gleichermaßen auf Zustimmung als auch auf Kritik. „Ich finde die Idee gut, aber wenn jemand wirklich einen Anschlag plant, helfen auch die Busse nicht“, sagte eine Fußgängerin.

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