200504 Schutzausrüstung (8)
Kreisbrandmeister Carsten Sorg, Landrat Bastian Rosenau, Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch und Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer mit den Ausrüstungs-Lieferungen. 

Schutzmasken, Anzüge und Handschuhe - so funktioniert die Verteilung in Pforzheim und dem  Enzkreis

Pforzheim/Enzkreis. Seit Ausbruch der Corona-Krise verteilen die Stadt Pforzheim und der Enzkreis Schutzausrüstung. In einer großen Lagerhalle haben nun Oberbürgermeister Peter Boch und Landrat Bastian Rosenau die neuen Lieferungen in Empfang genommen.

Lieferungen vom Sozialministerium

Ein- bis zweimal die Woche liefert das Sozialministerium Baden-Württemberg Schutzausrüstung, die die Feuerwehr Pforzheim an alle Bedarfsträger verteilt, die den festgelegten Kriterien entsprechen. Im Enzkreis kann das Material per E-Mail an vb5@enzkreis.de beim Landratsamt angefordert werden. Versorgt werden in erster Linie Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Zahnärzte und sonstige Einrichtungen der medizinischen Heilberufe wie Physiotherapeuten und Hebammen. Ausgenommen sind niedergelassene Ärzte (außer Zahnärzte), die über die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg ausgestattet werden.

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Hauptziel ist der Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen. Zu kommerziellen Zwecken werden daher durch die Stadt Pforzheim und den Enzkreis keine Masken verteilt. Für Einrichtungen wie Friseure und andere Geschäfte gilt es, sich selbst mit notwendiger Austrüstung auszustatten.

So viele Schutzmasken, Anzüge und Handschuhe haben Stadt und Kreis schon erhalten

Die Lieferungen des Sozialministeriums werden jeweils an eine zentrale Stelle in den Stadt- und Landkreisen geliefert und von dort bedarfsorientiert verteilt. Für die Stadt Pforzheim erfolgt die Kommissionierung und Verteilung weiterhin durch die Feuerwehr, die bis zum 4. Mai bereits rund 90.000 Mund-Nase-Schutzmasken (OP-Masken), 13.000 FFP2-Masken, 1200 Schutzanzüge und 51.000 Handschuhe in der Stadt verteilt hat.

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Die Feuerwehr Pforzheim verteilt derzeit weitere 43.000 OP-Masken, 3.500 FFP2-Masken, 400 Schutzanzüge, 1.100 Schutzbrillen, 4.000 Infektionsschutzhandschuhe sowie Händedesinfektionsmittel. Stadt- und Kreisverwaltung weisen alle Bedarfsträger erneut darauf hin, dass die Lieferungen vom Sozialministerium nicht von der Pflicht befreien, selbst für ausreichend Schutzausrüstung zu sorgen. Die Lieferungen des Sozialministeriums sollen lediglich zur Überbrückung von Engpässen dienen.

Große Bestellung in China

Zudem hat der Enzkreis gemeinsam mit der Stadt Pforzheim und dem Neckar-Odenwald-Kreis gleich zu Beginn der Corona-Pandemie eine Großbestellung an persönlicher Schutzausrüstung bei einem Hersteller in China in Auftrag gegeben. Über 50 Paletten Material wurden nun am Krankenhaus Leonberg angeliefert und von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) abgeholt.

Darunter sind einfache Mund-Nase-Schutzmasken (OP-Masken), FFP2- und FFP3-Masken, Schutzanzüge, Infektionsschutzhandschuhe und Schutzbrillen. Im Einsatz waren Ehrenamtliche der Abteilung Dillweißenstein der Feuerwehr Pforzheim, der THW-Ortsverbände Pforzheim und Niefern-Öschelbronn und der Feuerwehr Illingen. Mit fünf LKW von Feuerwehr und THW, alle mit Ladebordwand ausgestattet, wurde das Material, unterstützt durch ein Fahrzeug des Klinikverbunds Südwest, vom zentralen Anlieferungspunkt in Leonberg in die Region transportiert.

Dank von OB Boch und Landrat Rosenau

Oberbürgermeister Boch und Landrat Rosenau bedanken sich bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks: „Mit der Bestellung von Schutzausrüstung ist es nicht getan. Sie muss unbedingt auch dorthin gelangen, wo sie täglich gebraucht wird. Wir sind dankbar und können auch stolz sein: Das ehrenamtliche Engagement, das wir gerade auch bei der Verteilung von Schutzausrüstung sehen, ist für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert.“

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Bei der Herausforderung, vor der die Welt gerade stehe, werde weiterhin entscheidend sein, wie die Menschen sich verhielten. Wenn kontinuierlich wahrgenommen werde, wie viele Menschen sich selbst in ihrer Freizeit einbrächten, werde dies unweigerlich dazu führen, dass jede und jeder einzelne sein eigenes Verhalten im Alltag leichter an die Erfordernisse anpasse.

Insgesamt umfasst die Bestellung unter anderem 40.000 OP-Masken, 20.000 FFP2- und 50.000 FFP3-Masken, 120.000 Handschuhe und mehr als 50.000 Schutzanzüge. Beim Enzkreis dient das Material als taktische Reserve; die Schutzanzüge sollen zudem im Fall eines Corona-Ausbruchs für Alten- und Pflegeheime zur Verfügung stehen. Auf die Stadt Pforzheim entfallen 20.000 OP-Masken, 200 Schutzbrillen, 2.000 Schutzkittel und 20.000 Handschuhe.

Das Material dient dort vornehmlich als Rücklage für die Ausstattung der Stadtverwaltung, insbesondere in den Bereichen des Bürgercentrums und derjenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Kontakt mit vulnerablen Gruppen stehen. Darunter fallen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im unmittelbaren Bürgerkontakt oder etwa in Kitas arbeiten. Dazu zählen auch die Beschäftigten der Stadt, des Sicherheitsdienstes sowie des Sanitätsdienstes, die sich in der Quarantäneeinrichtung im Hohenwart Forum aufhalten.