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In der Nacht zum Sonntag hat Sarow die Villa schwarz bemalen lassen. Seibel
Nicht jedermann gefällt die komplett schwarze Villa an der Friedenstraße.
03.09.2015

Schwarze-Villa-Initiatior droht Bußgeld

Am Donnerstag kam sie: die erste Reaktion des Pforzheimer Denkmalschutzes auf die „schwarze Villa“. In einer Pressemitteilung informiert die Behörde über einen Gesprächstermin mit Andreas Sarow, der in dieser Woche stattgefunden habe. Sarow sei dort auch darüber aufgeklärt worden, dass seine Aktion „nicht ohne Konsequenzen“ bleibe.

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Er habe gewusst, dass er eine Genehmigung für die Mal-Aktion benötige – und sie aber trotzdem nicht eingeholt. Deswegen sei ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden. Ist es beendet, droht laut der Denkmalschutzbehörde ein Bußgeld – auch um mögliche Nachahmer abzuschrecken. Die genaue Höhe dieses möglichen Bußgelds steht laut dem stellvertretenden Pressereferenten der Stadt Pforzheim, Philip Mukherjee, noch nicht fest. Erst müsse das Rechtsamt nachforschen, ob es ähnliche Fälle schon mal gegeben habe – und wie hoch das dort ausgesprochene Bußgeld gewesen sei.

Sarow sieht den Vorwürfen gelassen entgegen: „Ich rechne derzeit nicht mit einem Bußgeld. Vielmehr glaube ich an eine Zwangsgeldandrohung, die nur dann in Kraft tritt, wenn ich zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht mit der Renovierung der Villa begonnen habe.“ Aber Sarows Pläne sind auch in einem anderen Punkt in Gefahr. Denn ohne Genehmigung ist der Betrieb einer Kunstgalerie in einem Wohngebiet nicht zulässig. Um diese Genehmigung zu erhalten, muss Sarow jetzt erst beweisen, dass in dem Gebäude ein Galeriebetrieb möglich ist, der aber gleichzeitig die Umgebung als Wohngebiet nicht zu stark belasten darf. Auch in dieser Sache zeigt sich

Sarow optimistsch. „Ich werde bei der schriftlichen Anhörung entsprechende Argumente zur temporären Nutzungsänderung vorbringen. Ich will die ,schwarze Villa’ ja nicht für immer als Galerie nutzen – sondern nur für einen kurzen Zeitraum.“ Wann das Verfahren nun endgültig entschieden sein wird, ist bisher noch nicht bekannt.

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