nach oben
08.02.2012

Schwerer Unfall: Sattelzug begräbt Audi unter sich

PFORZHEIM. Einen riesengroßen Schutzengel, zumindest aber jede Menge Glück im Unglück, hatten die drei Insassen eines Audi, der am Mittwoch um 12.50 Uhr auf der A 8 wenige hundert Meter vor der Raststätte Pforzheim in Fahrtrichtung Karlsruhe von einem Lastwagen erfasst und teilweise von diesem überrollt worden war.

Alle drei zogen sich nur leichte Verletzungen zu, konnten sich selbst aus dem demolierten Auto befreien und ins Freie retten. Der polnische Sattelzug hatte zuvor einen auf dem Seitenstreifen stehenden Pannen-Lastwagen gestreift und war dadurch ins Schleudern geraten. Nach seiner Kollision mit dem Audi stellte sich das Fahrzeug quer, das Führerhaus kam auf der Mittelleitplanke zum Liegen. Die A 8 war bis gegen 18.30 Uhr in Fahrtrichtung Karlsruhe wegen der Bergungsarbeiten voll gesperrt, dann gab die Polizei zunächst einen Fahrstreifen wieder frei. Der Rückstau betrug bis zu elf Kilometer. Auch in Fahrtrichtung Stuttgart war die Autobahn bis gegen 15 Uhr voll und danach teilweise gesperrt, wodurch es zu einem Stau kam. Die Polizei richtete eine örtliche Umleitung ein. Das wiederum wirkte sich insbesondere in Wurmberg und Niefern aus, aber auch im Pforzheimer Osten auf den Straßen in der Nähe des Klinikums berichteten Anwohner und Autofahrer über ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Laut Polizei habe es sich aber angesichts der Umstände in Grenzen gehalten. „Wir hatten Aufklärungsfahrzeuge im Einsatz“, sagte ein Polizeisprecher am Abend, „und es hat sich gut verteilt, anders kann man es nicht sagen.“ Ein Fahrstreifen in jeder Richtung blieb gesperrt, voraussichtlich bis heute früh, um den ausgelaufenen Kraftstoff zu beseitigen. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf rund 85 000 Euro. kli

Leserkommentare (0)