nach oben
04.10.2015

Schwierige Wahrheitssuche nach Einbruch ins Schmuckmuseum

Pforzheim. Eine wahre „Horrorvision“ hat der Vorsitzende Richter der Auswärtigen Großen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe, Außenstelle Pforzheim, am Freitag beim vierten Verhandlungstag gegen einen 52 Jahre alten Iren entworfen. Der Erste Staatsanwalt Klaus Stohrer wirft dem Mann vor, der Kopf der sogenannten „Rhino-Bande“ zu sein, die sich auf Diebstahl und Raub von Nashorn-Hörnern spezialisiert hatte.

Aber auch andere lohnende Projekte wurden mitgenommen. So der Einbruch ins Schmuckmuseum am 4. Februar 2012.

Die gestohlenen Schmuckstücke, darunter ein Fabergé-Ei, waren rund 87.000 Euro wert, der Sachschaden belief sich auf etwa 10.000 Euro.

„Das Ei ist hinter der blauen Garage“ hatte der Angeklagte, der von einem Komplott gegen sich spricht, in einem abgehörten Telefonat seiner Frau mitgeteilt. „Wir gehen nicht davon aus, dass es sich um ein Hühnerei handelte“, meinte der ermittelnde Kriminalbeamte aus Offenburg. Nach der Verhaftung des Angeklagten hörten übrigens die europaweiten Einbrüche auf.

Zähe Verhandlung

Das vom Vorsitzenden Andreas Heidrich entworfene Horrorszenario betrifft die weitere Verhandlungsdauer: Der Prozess könnte sich bis Dezember hinziehen. In dieser Situation bat der Staatsanwalt um ein Gespräch zwecks einer „verfahrensbeendenden Absprache“. Wie diese aussehen soll, will der Vorsitzende beim nächsten Verhandlungstag, am kommenden Mittwoch, 11 Uhr, bekanntgeben. jaw

Leserkommentare (0)