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Mitarbeiterin Miriam Müller desinfiziert die Geräte in der Fitness Factory.  Foto: Moritz 

Schwitzen mit Sicherheitsauflagen: So starten die Fitness-Studios nach der Corona-Pause durch

Pforzheim. Wochenlang mussten die Kunden von Sportstudios auf ihr Training verzichten. Seit Dienstag ist der Besuch nun wieder erlaubt - wenn auch unter strengen Auflagen. Die Fitness-Fans hält das aber wohl nicht ab.

Dass ihre Kunden treu sind, das wusste Regine Schlossnickel, Geschäftsführerin des Pforzheimer Kieser-Training Studios an der Maxi. Auch, dass deren Sehnsucht nach dem wöchentlichen Workout groß ist. Aber der Ansturm am Wiedereröffnungstag habe dann doch „alle Erwartungen übertroffen“, wie Schlossnickel erklärt.

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„Seit Stunden sind alle drei Leitungen belegt“, freut sich die Unternehmerin nur wenige Stunden, nachdem ihr Studio nach Monaten der Corona-Zwangspause am Dienstagvormittag öffnen konnte. Und an den Telefonen sind nur die Kunden, die lieber anrufen, als das Online-Portal zu nutzen. Denn Termine vegibt Kieser mit nur wenigen Klicks nun digital. „Jeder Kunde kann pro Woche zwei Einheiten zu 45 Minuten buchen“, sagt Schlossnickel. Im System sei hinterlegt, wieviele Kunden gleichzeitig ins Studio können, um die Mindestfläche von zehn Quadratmetern pro Person einzuhalten.

"Seit Stunden sind alle drei Leitungen belegt."

Regine Schlossnickel, Geschäftsführerin des Pforzheimer Kieser-Training Studios, freut sich, nachdem ihr Studio nach Monaten der Corona-Zwangspause am Dienstagvormittag öffnen konnte. Und an den Telefonen sind nur die Kunden, die lieber anrufen, als das Online-Portal zu nutzen.

Im Studio selbst haben Schlossnickel und ihr Team vor dem Start noch einmal die Trainigsgeräte verschoben und Trennwände aufgebaut, um die Mindestabstände einhalten zu können. Für die Hygiene sorgen neben dem Personal die Kunden selbst, die angehalten sind, mit dem im gesamtem Studio verteilten Desinfektionsmittel die Maschinen nach jedem Training zu reinigen. Duschen und Umkleiden bleiben aber - wie es die Verordnung vorsieht - geschlossen.

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Eckhard Krehnke trainiert unter der Anleitung von Regine Schlossnickel bei Kieser-Training. Foto: Moritz

„Wir haben ein sehr diszipliniertes Publikum“, berichtet Schlossnickel, die ihre Kunden vor der Öffnung in einem Brief über die Regeln informiert hat. Darin steht auch, dass während des Studiobesuchs Maskenpflicht besteht. Ein Passus, der jedoch gestrichen werden konnte. „Der war fertig, bevor die letzte Aktualisierung der Landesverordnung kam.“ Ein Mund-Nasen-Schutz sei nur dann erforderlich, wenn nicht trainiert werde. „An den Geräten müssen die Kunden aber keine Maske tragen.

"Wir haben ein sehr diszipliniertes Publikum."

Schlossnickel

Eine Regel, wie sie auch bei der Fitness Factory auf der Wilferdinger Höhe besteht. „Wir stellen den Kunden frei, ob sie eine Maske tragen möchten oder nicht“, sagt Inhaber Frank Edelmann. Auch er berichtet von einem reibungslosen, ferienbedingt eher gemütlichen Start. „Bislang haben wir keine Staus an den Eingängen“, so der Unternehmer. Reservieren müsse man sich seine Trainingszeit vorab noch nicht. Das könne sich aber ändern, wenn der Andrang größer werde.

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„Wir beobachten jetzt einmal, wie es sich entwickelt und reagieren dann spontan“, sagt Edelmann. Im Studio selbst zeigt sich die Landesverordnung durch größere Abstände zwischen den Geräten und kleineren Gruppen bei den Trainings. „Bei den Cardiogeräten mussten wir wegen der Abstände jedes zweite sperren“, sagt Edelmann. Das Spinning-Angebot als „hochintensiver Sport“ sei vorerst aus dem Programm genommen worden, die Gruppen beim gemeinsamen Sport von etwa 20 auf maximal 13 Teilnehmer verkleinert.

Mehr über die Wiedereröffnung der Sportstätten lesen Sie am Donnerstag, 4. Juni, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Jeanne Lutz

Jeanne Lutz

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