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Im Atelier des Künstlers, wo der Miniatur-Seckel geboren wurde: Peter Stantscheff, Koki-Chefin Christine Müh und Regisseurin Britt Abrecht (von links). Foto: Seibel

Seckel surft auf der Film-Welle: Bronze-Miniatur für Kurzfilmfestival des Kommunalen Kinos

Pforzheim/Wiernsheim. Eins ist klar: Könnte der Pforzheimer Seckel seinen Platz vor dem Rathaus verlassen, er würde sich schnurstracks ein Surfboard besorgen und noch in diesem Jahr auf der neuen Welle beim Stadtgarten reiten.

Oder aber, auch das könnte man spekulieren, er würde sich eine Videokamera besorgen und einen Beitrag für den Kurzfilmwettbewerb „Selbstgedrehte“ des Kommunalen Kinos (Koki) produzieren. Geht aber beides nicht, und so muss sich die Skulptur des Bildhauers Fritz Theilmann damit begnügen, die Trophäe für den Gewinner des Wettbewerbs abzugeben. Die Idee dazu hatte die Chefin des Kommunalen Kinos Christine Müh zusammen mit Britt Abrecht. Die Regisseurin und Filmproduzentin aus Keltern („Im Schatten der Sonne“) organisiert den Wettbewerb, den sie 2014 selbst gewonnen hat, und der jetzt zum sechsten Mal stattfindet. Der oder die Siegerin des Wettbewerbs in der Kategorie für Jugendliche bis 17 Jahren sollte nicht länger im Schatten des „Dicken“ stehen, mit dem der Siegerbeitrag bisher schon ausgezeichnet wird.

Die Bronzeminiatur des spitzbübischen Jungens hat der Kunst- und Feingießer Peter Stantscheff aus Wiernsheim (Atelier Pegasys) angefertigt und man kann sagen, dass damit ein Berufener Hand angelegt hat. Stantscheff hatte bereits in den Achtziger-Jahren ein Modell für den Künstler Fritz Theilmann angefertigt, bevor der lebensgroße Seckel entstand. Für den Filmpreis konnten sogar die Original-Formen benutzt werden.

Die Beiträge für den Kurzfilmwettbewerb können noch bis zum 30. Juni eingereicht werden. Das Motto, und hier kommt wieder die Welle am Stadtgarten ins Spiel, lautet: „Mach ’ne Welle“. Am 19. Juli wird die Preisverleihung im KoKi sein. Der Gewinner der Hauptkategorie, die bis 27 Jahre begrenzt ist und für die ein Bezug zu Pforzheim hergestellt werden soll, bekommt den Dicken, der beste jugendliche Teilnehmer den Seckel. Außerdem gibt es Fahrten zu Vorführungen nach St. Maur und Tschenstochau zu gewinnen, genauso wie Kinokarten.