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Auf Einladung des Kreisseniorenrats trainieren Senioren ihre Fahrsicherheit. Dominik Feldherr (links) gibt Anweisungen beim Bremstraining.Foto: Tilo Keller
Auf Einladung des Kreisseniorenrats trainieren Senioren ihre Fahrsicherheit. Dominik Feldherr (links) gibt Anweisungen beim Bremstraining.Foto: Tilo Keller
20.03.2016

Senioren trainieren den beherzten Umgang mit dem Auto

Einmal so richtig kräftig auf die Bremse treten – das kostet Überwindung, wie die Teilnehmer des Fahrsicherheitstrainings festgestellt haben. Auf Einladung des Kreisseniorenrats haben Senioren im Rahmen der Verkehrssicherheitstage der Verkehrswacht Pforzheim und Enzkreis auf dem Messplatz den beherzten Umgang mit dem Auto trainiert. Parallel dazu gab es auch ein Training für das Fahren mit dem Pedelec vom Amt für Umweltschutz in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Pforzheim, der Verkehrswacht und Fahrradanbietern.

Zwei Gruppen haben am Samstag eine Auffrischung ihres Fahrkönnens erhalten. So ging es zunächst mit der richtigen Sitzposition los, ehe alle Senioren in ihre Autos stiegen und in großen Runden auf dem Messplatz das Bremsen auf dem Trockenen und auf einer nassen Folie testeten. Alle Teilnehmer waren mit Funkgeräten ausgestattet, so dass sie bei ihren Übungen sofort vom Trainerteam korrigiert werden konnten, wobei es auch reichlich Lob gab. „So können sie es in der nächsten Runde nochmal ausprobieren“, erklärte Bärbel Grötzinger vom Kreisseniorenrat.

Und tatsächlich – die Frau im Peugeot, die in der ersten Runde eher zaghaft auf die Bremse getreten war, bekam schon in der zweiten Runde von den Trainern. „Daumen hoch“ signalisiert. „Super, schon viel besser“, hörte auch die Opelfahrerin in der folgenden Runde. Dominik Feldherr, Markus Berchtold und Lars Krohn verstanden es, die Teilnehmer zu motivieren. „In diesem Jahr haben wir neue Aspekte aufgenommen“, erklärte Grötzinger weiter. „Es wird ja immer enger in den Straßen und so sollen die Teilnehmer lernen, abzuschätzen, wo ihr Auto durchpasst.“ Die meisten ließen den Abstand zwischen den beiden orange-weißen Pylonen ziemlich genau auf die Breite ihres Autos auseinander schieben. Im anschließenden engen Rundparcours wurde das dann vertieft.

Später ging es dann ums Einparken. „Rückwärts fahren ist ein riesiges Thema bei Senioren“, erklärte Daniela Vogel, Vorsitzende der Verkehrswacht Pforzheim. „Man hört oft, dass sie schon jahrelang nicht mehr rückwärts gefahren sind. Es kommt auch auf die Beweglichkeit an.“

Zu denjenigen, die eher hemmungslos auf die Bremse treten konnten, gehörte Kurt Scheuhing aus Pforzheim. „Ich habe heute gelernt, wie das Auto reagiert“, erklärte er. Teilnehmerin Susanne Reiser aus Pforzheim ging es um die Auffrischung ihrer Fertigkeiten. „Dass man Ältere motiviert, so etwas zu machen, das finde ich gut“, betonte sie.