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Zum naturnah Flanieren, wie Tanja und Andreas Walther es machen, ist Hohenwart ideal. Zum Einkaufen weniger. Foto: Ketterl
Zum naturnah Flanieren, wie Tanja und Andreas Walther es machen, ist Hohenwart ideal. Zum Einkaufen weniger. Foto: Ketterl
27.03.2017

Seniorin aus Hohenwart: „Hier fehlt eigentlich alles“

Pforzheim-Hohenwart. Seit 40 Jahren lebt Brigitte H. (Name geändert) in Hohenwart. Der Stadtteil sei ist ihr zu Hause geworden, der Ort, an dem sie sich verwurzelt fühlt. Doch wie lange sie noch dort leben kann, weiß die 64-Jährige nicht. Und diese Ungewissheit macht ihr Angst. Das Leben in Hohenwart wird im Alter durch die fehlende Infrastruktur beschwerlich. Kein Laden, kein Arzt, kein betreutes Wohnen – oft bleibt nur der Wegzug.

Brigitte H. ist alleinstehend und nicht gut zu Fuß. Ihr Kind, die Enkel, sie wohnen nicht in der Nähe. „Ich bin immer auf mich selbst angewiesen“, sagt sie. Autofahren ist seit Jahren nicht mehr drin. Ihre durch eine Krankheit eingeschränkte Mobilität macht das Leben der Dame beschwerlich. Denn in Hohenwart gibt es kaum Infrastruktur für den täglichen Bedarf: „Ein Bäcker, ein Friseur, das war’s.“ Kein Lebensmittelgeschäft, keine Post, keine Apotheke, kein Arzt.

Das Schlimmste für die Rentnerin: Es gibt so gut wie keine Chance, zu bleiben für Menschen, die unter diesen Voraussetzungen nicht mehr für sich selbst sorgen können. In dem abgelegenen Stadtteil, in dem sie mehr als ihr halbes Leben verbracht hat, alt zu werden, das sei immer ihr Wunsch gewesen, sagt Brigitte H. Am besten in einem Heim für betreutes Wohnen. Doch eine solche Einrichtung gibt es in dem Stadtteil nicht.

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