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27.03.2017

Sieben Männer wegen Bandendiebstahls in Pforzheim auf der Anklagebank

Pforzheim/Enzkreis. Für Staatsanwalt Mario Nitschmann muss es ein Déja-vu-Erlebnis gewesen sein: Vor etwas über einem Jahr verlas er an gleicher Stelle – im großen Sitzungssaal des Amtsgerichts – vor der Auswärtigen Großen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe in Pforzheim die mehrseitige Anklageschrift gegen eine damals fünfköpfige Bande, die sich auf den Ausbau von Navigationsgeräten, vorwiegend aus Autos der Ober- und Luxusklasse, spezialisiert hatte. Eine Dreiviertelstunde hielt Nitschmann den fünf Männern vor, was er glaubte, beweisen zu können.

Am Montag ein ähnliches Bild: Männer, diesmal sieben an der Zahl, ebenso viele Verteidiger, dazu vier Dolmetscher für Serbisch, 14 Wachtmeister, eine ellenlange Anklageschrift. In einer Vielzahl von Fällen sollen die Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren von Baustellen in Pforzheim, dem Enzkreis, dem Kreis Calw und dem Landkreis Karlsruhe auf Baustellen Handwerkszeug und Maschinen banden- und gewerbsmäßig gestohlen haben – in der Absicht, das Diebesgut in ihrer Heimat zu verkaufen. Das Hauptquartier – auch zum Umladen der „heißen“ Ware – soll sich in der Pforzheimer Oststadt befunden haben. Bevorzugtes Objekt der Begierde: Rüttelplatten im Wert von mehreren zehntausend Euro. Zur Sache wollen sich die Angeklagten – noch – nicht äußern, höchstens zur Person, was sich, je nach Prozessstrategie ihrer Verteidiger, von Sitzungstag zu Sitzungstag ändern kann. Bis Ende Mai hat die Kammer unter Vorsitz von Andreas Heidrich elf Tage eingeplant. Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.