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Stolze Gewinner: Sean Staffl, Max Mikurov, Herwig Pfeifer, Mihnea Andrée, Vincent Ketterer, Till Schwendner und ihre Geschichtslehrerin Kathrin Schlittenhardt beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten in Stuttgart (von links). Foto: Privat
Stolze Gewinner: Sean Staffl, Max Mikurov, Herwig Pfeifer, Mihnea Andrée, Vincent Ketterer, Till Schwendner und ihre Geschichtslehrerin Kathrin Schlittenhardt beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten in Stuttgart (von links). Foto: Privat
23.07.2017

Sieben Reuchlin-Neuntklässler für ihren Wettbewerbsbeitrag zum Thema „Gott und die Welt – Religion macht Geschichte“ geehrt

Pforzheim. Es ist eine Erfolgsgeschichte, wie sie im Buche steht: Pünklich zu Beginn des Reformationsjahrs im Januar haben sich 17 Neuntklässler des Reuchlin-Gymnasiums mit ihren Lehrern Kathrin Schlittenhardt und Holger Metzger im Rahmen einer Studienfahrt in die Tiefen von Luthers Leben und Wirken begeben.

Die von der Jakob- und-Rosa-Esslinger-Stiftung unterstützte Reise führte sie nach Eisenach auf die Wartburg und, zur weiteren Spurensuche, nach Wittenberg. Zum Abschluss ging es von dort aus weiter in die Hauptstadt, wo sich die Schüler mit der jüngeren Geschichte auseinandersetzten und unter anderem das Jüdische Museum besuchten. Die Neuntklässler, von denen sieben am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten „Gott und die Welt – Religion macht Geschichte“ teilnahmen, untersuchten dabei im Detail die Beziehungen zwischen Luther, Reuchlin und dem Humanisten und lutherischen Theologen Melanchthon. Ihr großes Interesse an den deutschen Erinnerungsstätten hat sich wohl in ihrem Wettbewerbsbeitrag widergespiegelt und wurde vergangenen Freitag von der Körber-Stiftung und dem Bundespräsidialamt belohnt: Sechs der sieben Reuchlin-Schüler haben dann stolz ihren Förderpreis im Neuen Schloss in Stuttgart entgegengenommen.

Ihr Beitrag „Auf den Spuren deutscher Erinnerungsorte im Reformationsjubiläumsjahr“, welcher auf der Studienfahrt im Januar basiert, wurde unter 173 in Baden-Württemberg eingereichten Arbeiten ausgewählt und gehört damit zu den 30 besten des Landes. Die Preisübergabe sei eine sehr würdige Zeremonie gewesen und habe die Wertigkeit der Arbeit hervorgehoben, erzählt der Schulleiter des Reuchlin-Gymnasiums, Kai Adam. Und reflektiert: „Ich habe dieses Projekt wirklich gerne unterstützt, denn es hat Geschichte für unsere Schüler erlebbar gemacht.“ Auch die Geschichtslehrerin Kathrin Schlittenhardt, die das Projekt initiiert und betreut hat, zeigt sich erfreut über die Auszeichnung: „Der Förderpreis bedeutet mir viel, weil er eine tolle Belohnung für das andauernde Engagement und die Motivation der Schüler ist. Das war kein Thema, an dem viele Schüler in diesem Alter so interessiert gearbeitet hätten.“ Und die Schüler selbst? „Der Wettbewerb war für mich deshalb wichtig, weil wir unsere Geschichte kennen müssen, um nicht wieder dieselben Fehler zu machen“, sagt Mihnea Andrée. Und auch Herwig Pfeifer hat aus dem Projekt, bei dem stets der Bezug zur Gegenwart gesucht wurde, viel mitgenommen: „Unser ganzes Leben besteht aus Geschichte. Das hat mir der Wettbewerb wieder gezeigt.“