Innenminister Reinhold Gall.
Innenminister Reinhold Gall hat den offenen Brief der PZ durch seine Pressestelle beantworten lassen.

Sieben Seiten Selbstverteidigung: Galls Antwort auf offenen Brief

Pforzheim. An fehlenden Details sollte die Antwort von Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall auf den offenen Brief der PZ nicht scheitern: Sieben Seiten ist das von seiner Pressestelle beantwortete Schreiben lang, 1722 Wörter stark. Doch konkrete neue Maßnahmen gegen die hohen Einbruchszahlen nennt der SPD-Politiker nicht.

Im Kern ging es in dem Brief, den der geschäftsführende PZ-Verleger Thomas Satinsky und PZ-Chefredakteur Magnus Schlecht vor zweieinhalb Wochen nach Stuttgart geschickt hatten, um eine Frage: Wie ist die hohe Zahl der Einbrüche einzudämmen? Besorgte Bürger hatten zuletzt die Stärkung der Polizeipräsenz, die Wiedereinführung des freiwilligen Polizeidienstes oder die Kooperation mit Wachdiensten gefordert.

Gall erwähnt diese Möglichkeiten nicht. Stattdessen stellt er dar, was die grün-rote Landesregierung bisher unternommen hat, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten – und nennt Statistiken, die Mut machen sollen: So seien die Einbruchszahlen im Gebiet des Polizeipräsidiums Karlsruhe in den letzten Wochen deutlich gesunken. Dies kann zum einen damit zusammenhängen, dass es in den helleren Monaten in der Regel ohnehin weniger Einbrüche gibt. Zum anderen hat auch die Pforzheimer Emittlungsgruppe "Einbruch" schon insgesamt 20 Tatverdächtige festgenommen, so Gall. Dies kann sich ebenfalls positiv auf die Zahl der Einbrüche ausgewirkt haben.

Wie der Innenminister weiter schreibt, sollten durch die Polizeireform des vergangenen Jahres 19 zusätzliche Stellen im Polizeivollzugsdienst im Bereich des Stadtkreises Pforzheim, des Enzkreises und des Landkreises Calw entstehen. Doch nicht alle dieser Stellen sind bisher besetzt, wie auch Gall einräumt.

Hier gibt es die komplette Antwort von Reinhold Gall zum Nachlesen:

Antwort des Innenministeriums als PDF

Ausführliche Berichte zu diesem Thema lesen Sie am Samstag in der "Pforzheimer Zeitung".