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23.03.2016

Siebenköpfige Delegation des Reuchlin-Gymnasiums beim Europäischen Jugendparlament

Pforzheim. Flüchtlingskrise, Brexit: Wohin steuert die EU in Zeiten wie diesen, in denen die Negativmeldungen die Berichterstattung dominieren? Europaskeptiker zeichnen bereits ein düsteres Bild und beschwören das Ende der Europäischen Union. Umso wichtiger erscheint vor diesem Hintergrund die Arbeit des „European Youth Parliament“ (EYP), eines europaweiten Vereinsnetzwerks, das junge Menschen aus ganz Europa zusammenbringt.

Um sich für eine der drei regionalen Auswahlsitzungen in Deutschland zu qualifizieren, müssen sich Bewerber im Vorfeld mit einem europäischen Thema intensiv auseinandersetzen. Die gute Vorbereitung der Reuchlin-Schüler wurde mit der Einladung zur nächsten Runde belohnt.

So fuhr eine siebenköpfige Delegation der Klasse 10d mit ihrer Gemeinschaftskunde-Lehrerin Iris Sibla zur Regionalen Auswahlsitzung nach Düren in Nordrhein-Westfalen, die unter dem Motto „Fuelling the Energy Debate“ stand. Neben der Energiedebatte standen die europäische Flüchtlingspolitik und Themen wie Terrorismusbekämpfung und innere Sicherheit auf der Tagesordnung. Neben den knapp 100 Delegierten aus Deutschland waren auch finnische und türkische Schüler in Düren zu Gast. Die vier Tage in Düren waren sehr arbeitsintensiv und vollgepackt mit Programm: Den Anfang bildete das sogenannte „Teambuilding“, in dem sich die Delegierten in diversen Eisbrecher-Aktivitäten näher kennenlernten. An den folgenden Tagen wurden Lösungsvorschläge für aktuelle europäische Probleme ausgearbeitet.

Resolutionen im Plenum

Die letzten beiden Tage der regionalen Auswahlsitzung bildeten den Höhepunkt des Treffens: die „General Assembly“. Nach Vorbild des Europäischen Parlaments wurden die tags zuvor in den Ausschüssen entwickelten Resolutionen im Plenum vorgestellt, kritisiert, verteidigt und schließlich darüber abgestimmt. Die Reuchlin-Delegation gehörte zwar nicht zu den drei Schulen, die an der nationalen Auswahlsitzung in Lübeck teilnehmen dürfen, jedoch konnte Maya Ludwig die Jury überzeugen und darf als Einzelkandidatin in die nächste Runde und das Reuchlin-Gymnasium in Lübeck vertreten. „Die vier Tage EYP waren einzigartig“, resümiert die Teilnehmerin Sharlin Kazi. Neben der inhaltlichen Ebene hatte dieses Treffen für Maya Ludwig noch einen weiteren, tieferen Grund: „Wenn man bedenkt, dass die heutigen EYP-Teilnehmer die Zukunft Europas darstellen, so hat mir dieses Treffen wieder den Glauben an Europa gegeben.“