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Über Umweltsiegel freuen sich die Verantwortlichen der Winnebachseehütte (W) und der Pforzheimer Hütte (P): Wolfgang Hager (W), Michael Riml (W), Bruno Kohl (P), Jochen Pfaff (W) und Rolf Constantin (P, hinten von links), davor Nina Riml (W), Ingrid Penz (P) und Michaela Schubert (W, von links). Foto: Privat
Über Umweltsiegel freuen sich die Verantwortlichen der Winnebachseehütte (W) und der Pforzheimer Hütte (P): Wolfgang Hager (W), Michael Riml (W), Bruno Kohl (P), Jochen Pfaff (W) und Rolf Constantin (P, hinten von links), davor Nina Riml (W), Ingrid Penz (P) und Michaela Schubert (W, von links). Foto: Privat
15.11.2016

Siegel bescheinigt „Pforzheimer Hütte“ hohe Qualität.

Die Vorstände von 253 der 355 Sektionen des Deutschen Alpenvereins haben sich in der Oberrheinhalle in Offenburg versammelt. Sie vertraten 1,2 Millionen Mitglieder im größten Bergverein der Welt. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland. Inzwischen ist der Alpenverein auch anerkannter Naturschutzverein, und bei den Olympischen Spielen im Jahr 2020 in Tokio ist erstmals Klettern als olympische Disziplin zu erleben. Die Pforzheimer Delegation freute sich über eine besondere Auszeichnung.

Die Sektion Pforzheim erhielt das Umweltgütesiegel für ihr Berghaus in den Stubaier Alpen. Über Jahrzehnte hatte der frühere Hüttenwart Roland Volz die Hütte zu einem stattlichen Berghaus entwickelt. Sein Nachfolger Bruno Kohl ging die Umweltverträglichkeit an. Für die Verleihung gibt es strenge Kriterien. So geht es um Energie- und Klimaschutz, die Trinkwasserqualität und Abwasserbehandlung, die Art der Abfallentsorgung, die Bauführung, den Hüttenbetrieb und das Hüttenumfeld. Alles wurde auf Herz und Nieren geprüft.

Der Vizepräsident des Deutschen Alpenvereins, Roland Stierle, hob auch auf den Wohlfühlcharakter ab, den die Hüttenpächterin Ingrid Penz ihren Gästen zukommen lasse. Das Haus und dessen Küche seien beliebte Anlaufstellen für Bergwanderer und Bergsteiger. Daneben biete das Berghaus regionale Produkte unter dem Label „So schmecken die Berge“ an und nehme am Programm „Mit Kindern auf Hütten“ teil. Als ein Glanzlicht lobte Stierle das nepalesische Büfett und die Nepal-Lodge im Winterraum mit dem Nepalofen, die erst kürzlich in Betrieb ging. Auch ein Trockenraum und ein Waschraum fehlen im auch als Adolf-Witzenmann-Haus bekannten Domizil nicht. Dazu beglückwünschte Stierle die Pächterin, den Hüttenreferenten Bruno Kohl und den Vorsitzenden der Sektion, Rolf Constantin, ehe er die Urkunde sowie eine in eine Holztafel eingearbeitete Medaille überreichte.

Neben zwei Staatssekretären, Andre Baumann vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg, und Volker Schebesta vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, brachte sich der Bundesfinanzmister Wolfgang Schäuble mit einem Grußwort ein. Er sprach den starken Wandel an, lobte das ehrenamtliche Engagement in den Sektionen und wies darauf hin, dass eine stabile Freiheit nur über lebenswerte Gemeinschaftsformen zu erreichen ist. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière wandte sich in einem schriftlichen Grußwort an die Alpinisten.

Intensiv setzten sich die Verantwortlichen in den Sektionen mit einem Grundsatzprogramm zum Bergsport auseinander, da die Zahl der Bergsportler in den zurückliegenden Jahren auch durch die Kletter- und Boulderhallen stark zugenommen hat. In einem Leitbild befasste sich die Versammlung mit dem Tätigkeitsfeld Bergsport und Bergsteigen als Kerngeschäft des DAV, das sich jüngst deutlich veränderte.

Ein weiteres Umweltgütesiegel erhielt auch die Winnebachseehütte der Sektion Hof, eine beliebte Anlaufstelle der Pforzheimer.