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18.05.2016

Siloah St. Trudpert sucht Chef

Pforzheim. Die Einführung war feierlich, der Abschied geräuschlos: Dietmar Köhrer (55) ist nach neunjähriger Amtszeit nicht mehr Geschäftsführer des Siloah St. Trudpert Klinikums. Bereits im März sei er vom Verwaltungsrat von seinen Pflichten entbunden worden, sagt Jürgen Scherle, der Verwaltungsleiter und seit einem Jahr kommissarische Geschäftsführer. Man sei auf der Suche nach einem Nachfolger – die Ausschreibung läuft. Er rechne damit, dass die Stelle bis Ende des Jahres wieder besetzt werden könne, so Gerhard Bossert, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Evangelischen Diakonissenvereins, auf PZ-Anfrage.

Was die Hintergründe der Trennung zwischen Krankenhausträger und Geschäftsführer angeht, gilt weitestgehend Stillschweigen. Scherle, Mitglied des Verwaltungsrats, mag sich nicht öffentlich äußern, Bossert sagt zumindest, Köhrer sei ein Jahr krankheitsbedingt ausgefallen. In einer Zeit, in der Kliniken generell in einem sehr schweren Fahrwasser unterwegs seien und am Siloah St. Trudpert allein in diesem Jahr drei Chefarztwechsel stattfanden (die PZ berichtete), sei es nicht vertretbar, dass die Stelle des Geschäftsführers nur interimsmäßig besetzt sei. Nach wiederholtem Nachreichen von Krankmeldungen im Nachfeld einer Operation kam es nach PZ-Informationen zu einem klärenden Gespräch zwischen Bossert und Köhrer – und dann ging alles sehr schnell.

Wie es beruflich weitergeht, weiß Köhrer nach eigenen Worten derzeit nicht. „Die Wiederherstellung meiner Gesundheit ist die Hauptsache“, sagt er im Gespräch mit der PZ. Die gelungene Fusion der beiden Krankenhäuser Siloah und St. Trudpert bezeichnet Köhrer als herausragendes Ereignis in seiner über neunjährigen Ägide in Pforzheim. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.