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Der Siloah-Neubau ist eingeweiht worden.
Der Siloah-Neubau ist eingeweiht worden. © Ketterl
15.10.2010

Siloah-Neubau an Kurzer Steig eingeweiht

PFORZHEIM. Mit dem Lied "O wie fein - das Krankenhaus wird fertig sein" haben sich Kindergarten-Kinder des evangelischen Diakonissenvereins Siloah bei der Einweihungsfeier für den 10.8 Millionen Euro teuren Neubau des Krankenhausews Siloah St. Trudpert an der Kurzen Steig als kleine Bauarbeiter präsentiert und sich über ein Dialyse-Zentrum gefreut, das nach den Worten des Siloah-Verwaltungsratsvorsitzenden Gerhard Bossert bundesweiten Modellcharakter habe.

Jetzt stehe nur noch der Ost-anbau aus. Neben dem Dilyse-Zentrum wird hier auch eine psychosomatische Klinik ihre Räume beziehen. Außerdem werden in dem Bau Praxen der medizinischen Versorgung und Ärzte-Zimmer untergebracht. Architekt Roger Strauß erinnerte an die Baueingabe vor zwei Jahren und die Grundsteinlegung vor 15 Monaten, bei der er sich seine Hose an einem Eisen zerissen habe. Zeitweise seien bis zu 80 Handwerker auf der Baustelle gewesen. Die Architektur des Gebäudes sei das Ergebnis einer intensiven Kommunikation mit sieben verschiedenen Nutzern. Zahlreiche Grußredner, unter anderem Pforzheims Erster Bürgermeister Roger Heidt, drückten ihre Freude über die Verbesserung der medizinischen Versorgung in Pforzheim aus. Allerdings gab es bei der mehrstündigen Feierstunde in der Kapelle der Krankenhausklinik auch Kritik an der politischen Budgetierungs-Entscheidung im deutschen Gesundheitswesen. Michael Frank (Nephrologisches Centrum Pforzheim-Calw-Nagold) sieht durch diese Budgetierung die bisher gute flächendeckende medizinische Versorgung in Deutschland ernsthaft gefährdet. "Da gehen wir wegen eines Bahnhofs bei ,Stuttgart 21' auf die Straße oder bilden Lichterketten wegen der Besetzung einer Schulleiterstelle in Pforzheim. Wäre es jetzt nicht an der Zeit, für ,Gesundheit 21' zu demonstrieren?", fragte er.