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Großer Jubel bei der deutschen Nationalelf, großer Jubel auf Pforzheims Straßen. © dpa
Silvester am 8. Juli in Pforzheim! Fußballfans lassen es krachen. Deutschland führt im WM-Halbfinale den Gastgeber Brasilien vor. © Symbolbild: dpa
Grund zu feiern gab es für die deutsche Nationalelf im WM-Halbfinale genug. Deutschland führt zur Halbzeit mit 5:0.  © dpa
Abklatschen! Deutschland führt zur Halbzeit im WM-Halbfinale gegen Brasilien mit 5:0. © dpa
08.07.2014

Silvester in Pforzheim: 7:1 - Deutschland demontiert Brasilien

Deutschland gewinnt das WM-Halbfinale mit 7:1 gegen Brasilien. Erst Thomas Müller, dann Miroslav Klose, dann zweimal Toni Kroos und Sami Khedira - alle sechs Minuten ein Tor. Dann wird es ruhiger, bis André Schürrle das sechste und siebte Tor in der zweiten Hälfte schießt. Und der Himmel über Pforzheim erinnert an Silvester. Raketen, Böller - das volle Programm. Danach Dauerhupen in der ganzen Region.

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Wow! Hand aufs Herz: Hätten Sie gedacht, dass die deutsche Nationalelf die Brasilianer so demontieren könnte? Die ersten Minuten hatten die Brasilianer nicht nur gut mitgespielt, sie zeigten Klasse. Und dann das Schockerlebnis durch Tore im Minutentakt. Der Ehrentreffer durch Oscar sei den Brasilianern gegönnt, auch wenn Manuel Neuer das Tor nicht zulassen wollte. Einige Pforzheimer Fans müssen sicherlich mit bangem Blick aufs Spielergebnis nachgeschaut haben, ob der Vorrat an Feuerwerksartikeln noch genügend für den nächsten Torjubel hergibt. 

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Vielleicht wurde auch mehr geballert, weil weniger bei den Public Viewings waren. Zumindest bei den Open-Air-Ausgaben des öffentlichen und kollektiven Fußballschauspektakels. Rund 500 sollen es nach einer ersten Schätzung im Enzauenpark gewesen sein. Die müssen sich gut und warm angezogen haben, hatten dann aber doch Regenschauern Spaß am neuen Löw-Wunderteam.

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Der Regen hatte die hartgesottenen Fans nicht davon abgehalten, den Sieges-Fußmarsch durch die Innenstadt anzutreten. Aber es war doch ruhiger als bei anderen Siegen der deutschen Nationalelf. 150 bis 250 Personen mögen es nach einer ersten Polizeiauskunft gewesen sein.

Über die Zahl der Autos im hupenden Korso lagen bis 1 Uhr noch keine Zahlen vor. Es waren auch hier des Regens wegen etwas weniger Autos unterwegs – und viele standen auch mehr als dass sie fuhren. Zum Beispiel wegen der Sperrung des Bahnhofplatzes. So gegen 0.45 Uhr hatte sich der Korso aufgelöst. Gegen 1 Uhr wurde die Sperre des Bahnhofplatzes aufgehoben. Der von Polizisten begleitete Fußmarsch durch die Innenstadt und später in Richtung „Schlosskeller“ beim Hauptbahnhof war dann ebenfalls bald in einzelne kleine und sich in verschiedene Richtungen trennende Grüppchen aufgeteilt.

Bis 1 Uhr waren keine eklatanten Ausfälle bekannt geworden. Ein paar Anzeigen wegen des Abfeuerns von Pyrotechnik wurden geschrieben, aber ansonsten gab es bis dahin keine großen Probleme für die Polizisten. Die Nacht dürfte trotzdem für den ein oder anderen Fußballliebhaber recht lang geworden sein. Und feucht. Aber am Mittwochmorgen dürfte trotzdem jeder Fußballfan den Tag mit einem breiten Grinsen beginnen.