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06.10.2008

SinnLeffers will Pforzheimer Modehaus schließen

HAGEN/PFORZHEIM. Die insolvente Bekleidungskette SinnLeffers will 24 ihrer bundesweit 47 Filialen schließen. Dazu zählt auch der Standort Pforzheim. Insgesamt verlieren 1000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz - in Pforzheim sind 32 Angestellte betroffen.

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Die Modehäuser werden bis Ende Februar geschlossen. Bundesweit sollen rund 1000 der aktuell 2360 Arbeitsplätze bei SinnLeffers abgebaut werden, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Horst Piepenburg gestern in Hagen mit. Lediglich 23 Filialen könnten weiterbetrieben werden, weil an diesen Standorten ein profitabler Geschäftsbetrieb absehbar sei. Dies war in Pforzheim, wo aktuell noch 32 Mitarbeiter tätig sind, offenbar nicht möglich.

„Ein schwerer Schlag“

Der City-Supermarkt im Untergeschoss bleibt weiter geöffnet. „Wir werden kämpfen“, sagte Betreiberin Rosmarie Pischzan gestern der PZ. Pforzheims Oberbürgermeisterin Christel Augenstein zeigte sich betroffen über die Schließung von SinnLeffers. „Für den Wirtschaftsstandort und das Handelszentrum Pforzheim ist die Entscheidung von SinnLeffers ein schwerer Schlag. Ich hoffe sehr, dass es eine Nachfolgeregelung gibt. Das Oberzentrum der Region Nordschwarzwald verträgt ein weiteres gutes Kaufhaus in der Innenstadt.“ Das bekräftigte auch Carl-Josef Dreker, Geschäftsführer der Pforzheimer Galeria Kaufhof.

Durch die Umsetzung des Sanierungskonzepts erwartet SinnLeffers mit den verbleibenden 23 Modehäusern einen Umsatz von rund 310 Millionen Euro. Für die vom Arbeitsplatzverlust betroffenen Mitarbeiter soll in Absprache mit dem Gesamtbetriebsrat ein Interessenausgleich und eine möglichst sozialverträgliche Lösung gefunden werden, teilte Piepenburg mit. Die geplanten Schritte seien „alternativlos“, um ein tragfähiges Filialkonzept zu erreichen, erläuterte Geschäftsführer Patrick Feller. SinnLeffers hatte im August einen Insolvenzantrag gestellt.