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Musikalische Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika: Die United States Army Band Europe spielt auf höchstem Niveau. 
Musikalische Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika: Die United States Army Band Europe spielt auf höchstem Niveau.  © Ketterl
11.12.2015

So klingt Weihnachten - US-Armeemusiker spielen für "Menschen in Not" und Krebshilfe

Vor der Besinnlichkeit kommt die Eile. Das gilt nicht nur für das Treiben im Advent, sondern auch für das Pforzheimer Weihnachtskonzert. Wer am Donnerstagabend im CongressCentrum dabei sein wollte, hatte sich beeilen müssen – die Karten für die Benefizveranstaltung zugunsten der Deutschen Krebshilfe sowie der PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ waren innerhalb von drei Tagen vergriffen.

„Wir freuen uns, dass Sie nach drei Jahren Pause wieder bei uns sind“, begrüßte Harald Richter die Musiker der in Europa stationierten Armee der Vereinigten Staaten. „We missed you very much“, sagte der Unternehmer, der die von seinem 2011 verstorbenen Vater Herbert begründete Tradition für den guten Zweck fortführt.

Freude und Sehnsucht hatten ihre guten Gründe. Die United States Army Band Europe bot gemeinsam mit sechs Solisten jenes „sehr hohe internationale Niveau“, das Oberbürgermeister Gert Hager in seinem Grußwort angekündigt hatte – mit einem Programm, das kaum weihnachtlicher hätte ausfallen können. Wohlfühl-Klassiker wie „Jingle Bells“ oder „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ wechselten sich mit ruhigeren Passagen ab. Da hallte dann auch mal ein eindrückliches „Still, still, still“ durch den gefüllten Großen Saal. Bei der Einladung zum „Singalong“ mischten sich die Sänger ins Publikum. Und so klang aus rund 2000 Kehlen „Stille Nacht, heilige Nacht“.

Erinnerung an Gretel Richter

Ein emotionaler Höhepunkt mit traurigem Hintergrund war das im Original von Bette Midler gesungene „The Rose“, gespielt von Uwe Kesselbach vom Mundharmonikaorchester Knittlingen. Wie 2011 an Herbert Richter erinnerte es nun an dessen Ehefrau Gretel und alle anderen Verstorbenen.

Der an dieser Stelle besonders nachdrückliche Applaus rückte den Kern des Benefizprojekts in den Blick: den Einsatz für erkrankte, in Not geratene Menschen. Ihm ist auch Gregor Schaier verpflichtet. Der 93-Jährige zieht nunmehr seit 30 Jahren mit seiner Drehorgel für den guten Zweck durch die Region – und spendete den Erlös in Höhe von 2250 Euro erneut an die Deutsche Krebshilfe. Deren Vorstandsvorsitzender Gerd Nettekoven gehört zu den Stammgästen des Weihnachtskonzerts: „Herr Richter bringt jedes Jahr 2000 Menschen zusammen. Das ist einmalig.“