Pressefoto_Handeln für Pforzheim
Startschuss für "Handeln für Pforzheim": Michael Hertl (links) und WSP-Direktor Oliver Reitz (rechts) bringen gemeinsam mit dem Digitalisierungsbeauftragten Kevin Lindauer und zwei Pforzheimer IT-Unternehmen eine neue Gutschein-Plattform für Handel und Gastronomie auf den Weg.   

Soforthilfe in der Corona Krise: Stadtverwaltung Pforzheim startet Gutscheinportal für Gastronomie-, Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe

Pforzheim. Die Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Corona-Virus beeinträchtigen das öffentliche und insbesondere das wirtschaftliche Leben in Pforzheim aktuell in starkem Maße. Betroffen sind vor allem zahlreiche, häufig inhabergeführte Betriebe, die mit ihren Läden, Restaurants und Cafés die Innenstadt und weitere Stadtteil- und Versorgungszentren lebenswert machen. Die aktuellen Geschäftsschließungen und damit verbundene Umsatzeinbußen sind für viele existenzbedrohend.

Der städtische Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) hat daher im engen Schulterschluss mit den beiden Pforzheimer Unternehmern Philipp Bauknecht, Geschäftsführer der medialesson GmbH, und Tom Kellersohn, Geschäftsführer der kaundvau GmbH, das Onlineportal handeln-fuer-pforzheim.de entwickelt. Dies teilte die Stadt am Freitag in einer Pressemeldung mit.

Diese innerhalb von nur drei Tagen entwickelte Internetseite soll den Betrieben in der Corona-Krise helfen, trotz geschlossener Türen weiterhin Umsätze erwirtschaften zu können. Die Idee: Kunden können die lokalen Betriebe - egal ob Restaurant, Café, Parfümerie, Schuhladen oder Kleidungsgeschäft – unterstützen, indem sie einen Gutschein online auf dieser neuen Pforzheimer Plattform kaufen. Das Geld kommt den Betreibern in der Krise zugute, eingelöst werden die Gutscheine aber erst, wenn der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. „Das ist eine wirklich tolle Idee, die unserem Einzelhandel und unserer Gastronomie zu Gute kommt – und eine schöne Ergänzung zu dem Maßnahmenpaket für Wirtschaft und Gesellschaft, das wir in dieser Woche vorgestellt haben. Es freut mich auch, dass wir als Smart City Pforzheim diesen Weg gehen können“, so Oberbürgermeister Peter Boch.

„In der jetzigen Situation gilt es, enorme Einbußen und wirtschaftliche Pleiten abzuwenden. Mit neuen Ideen müssen wir unsere Angebote vor Ort in Pforzheim an die derzeitigen Anforderungen und Maßnahmen anpassen. Mit dem neuen kostenlosen Onlineportal können wir nun eine kurzfristig umgesetzte Hilfestellung leisten, die das Bündel der aktuellen Beratungsleistungen und Finanzhilfen seitens des WSP insbesondere mit Blick auf Einzelhandel und Gastronomie ergänzt. Mit der medialesson GmbH und der kaundvau GmbH haben wir zwei erfahrene Partner an unserer Seite, die es möglich gemacht haben, dass wir in dieser Notsituation schnell agieren konnten. Für die rasche Einsatzbereitschaft und unkomplizierte Zusammenarbeit danke ich den beiden Unternehmen herzlich“, zeigt sich WSP-Direktor Oliver Reitz zum Startschuss von "Handeln für Pforzheim" erfreut.

Die neue Website wird am Montag, den 30 März freigeschaltet. Das Angebot stößt bei den Händlern und Gastronomen bereits jetzt auf positive Resonanz. Interessierte Betriebe können sich kostenfrei auf dem Portal handeln-fuer-pforzheim.de über das dortige Anmeldeformular registrieren.

„Es gilt die Betriebe sofort - insbesondere beim Sprung zur Digitalisierung zu unterstützen“, bekräftigt der städtische Digitalisierungsbeauftragte Kevin Lindauer. Die gegenwärtige Krise mache einmal mehr deutlich, welch wichtigen Beitrag die Digitalisierung für die Gesellschaft leisten könne. Mit dem Online-Portal handeln-fuer-pforzheim.de schaffe man eine einfache Möglichkeit, die ortsansässigen Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister in dieser schwierigen Zeit schnell und unkompliziert zu unterstützen. Es sei für ihn daher selbstverständlich gewesen, dieses Projekt mit voranzutreiben und zu begleiten, so Lindauer.

Auch Pforzheims Bürgerinnen und Bürger seien nun gefragt, betont Michael Hertl, WSP-Fachbereichsleiter für Innenstadtentwicklung. „Ich hoffe, dass die Kundschaft nun zunächst per Gutschein mindestens das Geld ausgibt, was sie ohnehin bei den Pforzheimer Betrieben ausgeben würde. Wer heute einen Gutschein kauft, unterstützt damit nicht nur seinen Lieblingsladen, sondern kann damit auch eine Vorfreude auf das Leben und Genießen nach dieser Krise verbinden“, blickt Hertl zuversichtlich in die Zukunft.