nach oben
Im Keller eines Wohnanwesens in Pforzheim-Eutingen haben ein 20-jähriger Mann und seine 52-jährige Mutter eine Indoor-Cannabis-Zuchtanlage betrieben. Nach drei Jahren ungestörten Betriebs und Handels hat die Polizei das grüne Keller-Idyll nun beendet.
Im Keller eines Wohnanwesens in Pforzheim-Eutingen haben ein 20-jähriger Mann und seine 52-jährige Mutter eine Indoor-Cannabis-Zuchtanlage betrieben. Nach drei Jahren ungestörten Betriebs und Handels hat die Polizei das grüne Keller-Idyll nun beendet. © dpa
18.05.2012

Sohn und Mutter betreiben Cannabis-Plantage im Keller

Pforzheim. Es ist nicht unbedingt alltäglich, dass sich Mutter und Sohn so gut verstehen, dass sie ein gemeinsames Hobby pflegen. Noch seltener wird daraus ein gemeinsames Handelsunternehmen. Zur echten Rarität wird so eine Mutter-Sohn-Beziehung, wenn es sich bei dem grünen Hobby mit Nebenverdienst um eine Cannabis-Plantage mit regem Marihuana-Verkauf handelt. Solch ein Ausnahmeverhältnis zwischen einem 20-Jährigen und seiner 52-jährigen Mutter hat die Polizei jetzt in Pforzheim-Eutingen beendet.

Aufgrund eines Durchsuchungsbeschlusses im Strafverfahren gegen den 20-jährigen Pforzheimer wurde bereits am Mittwoch, 9.Mai, seine Wohnung in Pforzheim-Eutingen durch Beamte der Fahndungs- und Ermittlungsgruppe durchsucht. Das teilte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen erst jetzt mit. Bei der Hausdurchsuchung konnten die Beamten im Kellerraum des Anwesens eine Indoor-Cannabis-Aufzuchtanlage mit fünf großen Anbauzelten mit etwa 100 Cannabispflanzen und etwa 400 Gramm bereits getrocknetes oder zum Trocknen ausgelegtes Marihuana beschlagnahmt werden.

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass auch die Mutter des jungen Plantagenbesitzers im dringenden Tatverdacht steht, an Jugendliche im Anwesen selbst und über ihren Sohn Marihuana verkauft zu haben. Mutter und Sohn sind geständig und räumen ein, die Cannabisanlage seit etwa drei Jahren zu betreiben und monatlich etwa 200 Gramm Marihuana geerntet zu haben.

Der 20-jährige wird weiterhin beschuldigt, neben Marihuana auch Haschisch, Amphetamin und Ecstacy an einen Abnehmerkreis von über 20 Personen gewinnbringend veräußert zu haben. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Pforzheim wurden die beiden Personen wieder auf freien Fuß gesetzt, wobei sie wegen gewerbsmäßigem Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge angezeigt werden. pol

Leserkommentare (0)