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Sie packen schon mal an: Gemeindediakonin Adelinde Bauer-Abstein, Thomas Lutz, stellvertretender Geschäftsführer der Diakonie, Pfarrerin Martina Walter, Elena Link, Leiterin Gemeinwesendiakonie, Sarah Spohn, Abteilung Soziale Dienste, sowie Benjamin und Martin Fritz von Gerüstbau Fritz (von links). 

Solidarität zum Mitnehmen: Gabenzaun für vier Wochen vor der Altstadtkirche

Pforzheim. Dekanin Christiane Quincke hatte die Idee und an der Altstadtkirche wird sie nun umgesetzt: Vier Wochen lang wird dort ein Gabenzaun stehen. „Er soll Menschen miteinander verbinden“, sagt Gemeindediakonin Adelinde Bauer-Abstein. „Die, die etwas übrig haben, geben ab und teilen mit denen, die nichts oder wenig haben.“

Die Corona-Pandemie treffe alle, aber im materiellen Bereich vor allem Obdachlose und Menschen mit geringem Einkommen. Vor der Altstadtkirche wolle die Friedensgemeinde nun ein Hoffnungszeichen der Solidarität setzen. Dass der Gabenzaun, der von Gerüstbau Fritz zur Verfügung gestellt wird, vor der Altstadtkirche steht, hat gute Gründe, wie Thomas Lutz, stellvertretender Geschäftsführer der Diakonie, erklärt: „In der Oststadt sind sowohl Arbeitslosigkeit als auch Kinderarmut stark präsent. Deshalb wollen die Kirche und die Diakonie die Menschen in diesem Quartier besonders unterstützen.“ Noch im Frühsommer werde hier ein DiakoniePunkt eröffnet, wo Kirche und Diakonie noch enger zusammenwirken werden.

Der Zaun ist in drei Bereiche gegliedert. Zum einen sollen Sachspenden in Form von neuwertigen, abgepackten, haltbaren und wärmeresistenten Lebensmitteln, außerdem Hygieneartikel oder Spielwaren eingetütet werden. „Bitte verpacken Sie die Spende in durchsichtige Plastiktüten – getrennt nach den jeweiligen Bereichen“, informiert die Gemeindediakonin. Und ganz wichtig: „Den Wert des Inhalts kann jeder selbst bestimmen. Originalverpackt sollte die Ware aber sein.“

Damit der Zaun schon zu Beginn bestückt ist, hat die PZ-Hilfsaktion „Menschen in Not“ 500 Euro zur Verfügung gestellt. Bestückt werden kann der Zaun ab Mittwoch, 14. April. „Ehrenamtliche passen auf, dass kein Missbrauch geschieht“, erklärt Pfarrerin Martina Walter. Täglich um 17 Uhr werden die Päckchen deshalb vom Gabenzaun abgenommen und erst am nächsten Morgen um 10 Uhr wieder nach draußen gebracht.

Wer sein Päckchen nicht selbst an den Gabenzaun binden möchte, der hat die Möglichkeit, die Sachspende in der offenen Altstadtkirche abzugeben. Sie ist montags, mittwochs, freitags und sonntags jeweils von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Susanne Knöller

Susanne Knöller

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