nach oben
Gründungsmitglied Gabi Theilmann (links) dankt den Kindern des SommerCamps am Schluss der Aufführung für ihr Engagement. Foto: Frommer
Gründungsmitglied Gabi Theilmann (links) dankt den Kindern des SommerCamps am Schluss der Aufführung für ihr Engagement. Foto: Frommer
Sie haben es gemeinsam geschafft: Die Kinder sind stolz auf ihre gelungene Aufführung. Foto: Frommer
Sie haben es gemeinsam geschafft: Die Kinder sind stolz auf ihre gelungene Aufführung. Foto: Frommer
20.08.2017

SommerCamp von Goldader Bildung geht zu Ende

Pforzheim. Vergnügter Abschluss des „Goldader SommerCamps 2017“: Am Samstag zeigten 45 Mädchen und Jungen aus zehn Nationen eindrucksvoll, was sie in den dreiwöchigen Ferienkursen des Vereins „Goldader Bildung“ individuell und als Gruppe gelernt haben.

In der Turnhalle der Buckenbergschule führten die Neun- bis Zwölfjährigen ihr Theaterstück auf, das auf der poetischen Geschichte – „Der Bär, der nicht da war“ – von Oren Lavie basiert. Die Geschichte von einem netten Bären, von seinem Zuhause rings um einen Kratzbaum und von den Tieren, denen er unterwegs begegnet, liefert jedoch nur die Koordinaten einer Handlung, die von den Kindern mit viel „Eigenleben“ gefüllt wurde.

Ausgelassen skandierten sie beispielsweise gemeinsam: „Bin ich stark? Absolut ja! Bin ich da? Absolut ja!“ oder: „Bin ich glücklich? Absolut ja!“

Hin und wieder wurden auch Interview-Sequenzen eingespielt: „Für mich ist Glück, rechtzeitig in die Schule zu kommen“, machte dabei eines der Kinder deutlich – ein leiser Hinweis auf die eigene Vergangenheit, vielleicht auch auf Fluchtursachen. Manche hätten auf Deutsch „keinen ganzen Satz“ sagen können, „nur einzelne Worte“, berichtete Hubert Theilmann, Projektkoordinator des Goldader- Sommer-Camps, im Gespräch.

Zumindest als stimmgewaltige Theatergruppe (und vor den Augen und Ohren ihrer sichtlich stolzen Eltern) vermochten die Kids am Abschlussnachmittag mit schlafwandlerischer Sicherheit anspruchsvolle Sätze zu rufen, wie beispielsweise: „Ich bin ich – auf meine Weise!“

Bereits seit 2010 organisieren die Mitglieder des Vereins Goldader Bildung das Sommer-Camp für Kinder aus Pforzheim und dem Enzkreis, bei dem die Sprachförderung im Mittelpunkt steht. Sie werden dabei maßgeblich von der PZ-Aktion „Menschen in Not“ unterstützt.

In diesem Jahr übernachteten die 45 Kinder an einem Wochenende in der Stromberg-Naturschule „Araneus“, besuchten den Waldklettergarten und durften einen ausgiebigen Blick in Raphael Mürles Werkstatt und Figurentheater in Brötzingen werfen.

Deutschlehrerinnen, Erlebnis- und Theaterpädagogen förderten und begleiteten die Kinder dabei. Ein neues Leitungsteam, bestehend aus Gründungsmitglied Gabi Theilmann, Robin Schneider und Ulrike Gerweck, sowie zahlreiche ehrenamtliche Helfer und Praktikanten (die PZ berichtete) bahnten alle Wege. Die Kinder dankten es mit dem enthusiastischen Szenenspiel, mit dem ebenfalls einstudierten Camp-Song und mit sichtlich gewachsenem Selbstvertrauen sowie der ein oder anderen flotten Tanzeinlage.

http://goldader-bildung.de

www.araneus-ev.de/startseite/naturschule-stromberg