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01.05.2008

Sonne weist Wanderern den Weg

PFORZHEIM/ENZKREIS. Die Biergärten waren proppevoll, auf den Wiesen und in den Gärten wurde gegrillt und die Vatertagswanderer freuten sich über perfektes Wetter am 1. Mai. Polizei und Feuerwehr hatten eine ruhige Nacht.

In den Gemeinden trafen sich die Bürger beim Maibaum zu Festen, andere zogen mit der Musikkapelle durch den Ort oder schauten sich nach Maischerzen um.

Mehr Familienausflüge

Weil der 1. Mai und der Vatertag in diesem Jahr zusammenfielen, traf man nicht nur Männergruppen. „Hab mein Wagen vollgeladen – und zwar mit lauter jungen Frauen“ hieß es in Königsbach. Von dort waren die jungen Frauen zur Maitour mit dem Traktor eines Onkels nach Stein aufgebrochen. Bei den meisten wandernden Gruppen stand der Familienausflug jedoch im Vordergrund.

In Huchenfeld wurden bereits am Mittwoch die Ortsschilder ausgetauscht. Plötzlich war man da nicht mehr in dem Pforzheimer Stadtteil, sondern in Remchingen-Singen. Hier und Dort hatten die Scherze Lokalkolorit und waren durch kommunalpolitisches Geschehen beeinflusst. So zeichneten Jessica und Anne aus Stein ihren „Scherz“ auf die Ortsdurchfahrt: Der Wunsch nach einem Zebrastreifen.

Ein kleines Jubiläum feierte die Wandergruppe um Gerd Kratzmann aus der Goldstadt, die nun bereits zum 50. Mal am Vatertag die Wanderschuhe schnürt. Im Alter lassen es die älteren Herren aber gemächlicher angehen. Mit dem Bus ging es gestern nach Langenbrand, eingekehrt wurde auf dem Heimweg bei den Engelsbrander Hasenzüchtern und der Grunbacher Feuerwehr.

Die Friolzheimer hatten Pech mit ihrem Maibaum: Bevor das Musikcorps Friolzheim den Stamm vom Bauhof holen und durch den Flecken tragen konnten, hatten ihn Unbekannte zersägt. Nur beinahe wurde dagegen das Aufstellen in Bilfingen vereitelt: „Trotz geklauter Maitanne und zubetoniertem Loch: Wir Bilfinger stellen unseren Maibaum doch.“ Diesen Trutzvers hatte Monika Scholder, Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, kurzerhand zur Eröffnung der Maibaumaufstellung auf dem Dorfplatz gedichtet. Zunächst nämlich war der Maibaum vom vermeintlich diebstahlsicheren Ort auf geheimnisvolle Weise verschwunden. Dann hatten „Saboteure“ die durch einen Hydrantendeckel getarnte Steckhülse etwa 80 Zentimeter tief mit Beton ausgegossen. Für die Bilfinger Feuerwehr bedeutete das zwar mehr Schweiß, war aber kein Hindernis.

Ins Schwitzen gekommen

Ins Schwitzen kamen die Floriansjünger auch in Königsbach beim Maibaumaufstellen. Sie mussten kurz zuvor ausrücken. Es stellte sich jedoch nur ein Fehlalarm heraus.