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Die Kinder in Gerald Weilands Gitarrenkurs zeigen kürzlich Erlerntes. Frommer
14.05.2017

Sonnenhof will Stadtteilzentrum - Bei Familienfest werden auch konkrete Wünsche geäußert

Pforzheim. Auf dem Sonnenhof ist am Samstag – überwiegend im Freien – ein vielfältiges und ausgesprochen buntes Familienfest gefeiert worden. Spiel und Sport, Musik und kulinarischer Genuss, aber auch die Präsentation der in einer Projektwoche entstandenen Schmuckstücke der Grundschüler trugen zum Gelingen des Stadtteilfests auf dem Areal der Sonnenbergschule bei.

Bildergalerie: Goldstadtfest auf dem Sonnenhof

Lucas (9), Bela (10), Gian-Luca (8), Laura (9) und Shaina (9) stehen kurz vor ihrem großen Auftritt. Nervös. Manche auch ungeduldig. Zusammen mit gut einem Dutzend anderen Kinder halten sie sich an ihren Gitarren und Ukulelen auf dem Schulhof bereit, als Michelle und Patrick (beide 10) den gemeinsamen Auftritt anmoderieren. „We Will Rock You“ von Queen ist der erste Titel, den die Sonnenhof-Schüler unter Anleitung von Gerald Weiland einstudiert haben und jetzt sichtlich stolz vortragen. Ab dem zweiten Titel – „Prayer in C“ von Robin Schulz – dürfen sie auch selbst in die Saiten greifen. Mark Fosters „Wir sind groß“ folgt und mündet in den Beifall der Eltern, Geschwister und Lehrer. Doch nicht nur im Freien, sondern auch im Innern des Schulgebäudes „spielt die Musik“: Die Schüler alle Klassen der Sonnenhofschule haben in einer dem kunterbunten „Goldstadtfest“ vorhergehenden Projektwoche eigenen Schmuck hergestellt, der jetzt in den Klassen ausgestellt wird. Josefine (7) hat für ihr Schmuckstück Papierperlen benutzt und hat auch schon einen „Abnehmer“– ihre Mama. Und Emira (8) und Fiona (7) zeigen Anhänger aus Metall. Emira erläutert: „Das hab’ ich am Donnerstag im Technischen Museum gemacht“. Matti (6) hat einen Schlüsselanhänger gebastelt, „aus drei verschieden gefärbten Sorten Moosgummi“.

Zurück im Schulhof unterstreicht Schulleiterin Birgitta Ohr: „Ich freue mich ganz besonders über die tatkräftige Hilfe der syrischen Familien aus der Paul-Löbe-Straße, die sich auch mit einem eigenen Essensstand beteiligt haben“. Aktive Mitarbeit im Gemeinwesen, ist sie sich mit Viktoria Fitterer, der Vorsitzenden des Bürgervereins Sonnenhof, einig, biete noch immer die beste Integrationsmöglichkeit. An der Sonnenhofschule besteht außerdem ein kleines Zirkusprojekt, das einmal wöchentlich von ungefähr 20 Schülern besucht werde.

Vor dem Schulhof, auf einer weiteren Freifläche, bestimmen Hüpfburg und die robusten Spielgeräte, die Mitarbeiter des Stadtjugendrings hier über Nacht aufgebaut haben. Tom und Noah (beide 6) türmen Bauklötze turmhoch auf, Alisa (6) lässt die Jungs beim Werfen alt aussehen, andere Kids sausen im Kettcar umher oder messen sich beim Wettangeln hölzerner Fische. Stadtrat Axel Baumbusch (Grüne Liste) macht für den Fachbereich Jugendarbeit Stadtteile (Jast) deutlich: „Wir fühlen uns dem Stadtteil Sonnenhof verpflichtet und setzen uns, gemeinsam mit Viktoria Fitterer, für die Schaffung eines Stadtteilzentrums ein. Eine entsprechende Immobilie haben beide mit dem zwar brachliegenden, aber von einer guten Einzelhandelsstruktur und einem Altenheim umgebenen ehemaligen Schlecker-Zentrum ins Auge gefasst.