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 Foto: Moritz 

Sorge vor „Entscheidungsstau“: Stadtgesellschaft sieht neuen Gemeinderat überwiegend kritisch

Pforzheim. 13 Gruppierungen müssen nun im Pforzheimer Gemeinderat auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden. Von der PZ eingeholte Reaktionen zeigen: Das neu formierte und durcheinandergewirbelte Stadtparlament wird kritisch bis skeptisch beäugt.

Die „Kleinteilerei“ im Gemeinderat sei bedauerlich, werde das schnelle Finden akzeptabler Kompromisse noch schwieriger machen und könne zu einem „Entscheidungsstau“ führen, der der Stadt nicht guttun werde, sagt Peter Wagner, der Vorsitzende des Vereins Pforzheim mitgestalten.Sabine Jost, Geschäftsführerin der Diakonie Pforzheim, sieht den neuen Gemeinderat in der Pflicht, für Pforzheim eine zielgerichtete und zukunftsweisende Stadtpolitik umzusetzen: „Ich erwarte von den Stadträten, dass jeder sich seiner Verantwortung bewusst ist und Kompromisse jenseits aller politischer Couleur herbeigeführt werden können.“ Matthias Zeh, Geschäftsführer der Pforzheimer Firma ib company, hält gleich einen ganzen Forderungskatalog für die neuen Stadträte bereit: „Einigkeit und zielorientiertes Handeln sollten im Mittelpunkt der Arbeit des neuen Gemeinderats stehen.“ Keinesfalls dürften parteipolitische Scharmützel die sachliche Arbeit im Gremium überschatten, wünscht sich der Unternehmer. Der hohe Gewerbesteuersatz ist Zeh wie vielen anderen Pforzheimer Geschäftsleuten ein Dorn im Auge. Eine Senkung sei ein Beispiel für Wirtschaftsförderung, die freilich viele Facetten habe. „Pforzheim muss als Standort insgesamt attraktiver werden.“ Wenn dies gelingt, würden alle profitieren. „Auch die Mitarbeitergewinnung für Betriebe wird dadurch erleichtert.“

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