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16.10.2015

Sozialministerin Katrin Altpeter zu Besuch in der Else-Mayer-Schule

Pforzheim. Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter hat die Else-Mayer-Schule, eine private Berufsfachschule für Sozialpflege in Pforzheim besucht. Sie machte sich ein Bild von der Ausbildung im Berufsbild Alltagsbetreuung, die momentan von 20 Azubis absolviert wird, und kam mit den Schülern ins Gespräch.

In der Arbeit der Alltagsbetreuer geht es viel um Aktivierung und Mobilisierung von Patienten oder Senioren. Die Schüler zeigten deshalb praktische Übungen wie Sitztanz oder das Schneiden von Obstsalat – Aktivitäten also, die den Alltag abwechslungsreich machen, vorhandene Fähigkeiten erhalten und die Motorik schulen. Altpeter zeigte sich überzeugt vom Konzept der Schule, die es schafft, eine qualifizierte Ausbildung und eine langfristige berufliche Zukunftschance zu bieten. Schulleiterin Andrea Riegraf thematisierte auch die Finanzierung der privaten Schule. Zwar werden noch bis zum Jahresende 2015 finanzielle Mittel aus dem kommunalen Fördertopf des Europäischen Sozialfonds fließen. Doch die Perspektive für die kommenden Jahre ist unklar.

Neben einer Ausbildung können die Schüler an der Else-Mayer-Schule auch ihren Hauptschulabschluss nachholen. Dieses Modell ist gerade für Menschen mit geringer schulischer und beruflicher Bildung ein idealer Einstieg ins Erwerbsleben. Gestartet hat die Schule 2012 unter der Trägerschaft der Q-Prints&Service gGmbH mit der Zielgruppe alleinerziehende Frauen. Mittlerweile steht sie auch Männern offen. Neben der Ausbildung in einer Praxiseinrichtung erhalten die Schüler Unterricht in Alltagsbetreuung, Religion, Recht, Deutsch, Mathe, EDV und seit neuestem auch kultursensibler Pflege. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund in Pflegeheimen oder Senioreneinrichtungen betreut werden.