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Wertiges zum Anfassen: Münzen prägt Stefan Schönung an der eindrücklichen Handspindelpresse.  Foto: Frommer 
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Mountainbike-Ikone Sabine Spitz lebt gesellschaftliche und soziale Werte vor.  Foto: Frommer 

Sparkasse bannt und unterhält bei Tag der offenen Tür ihre Gäste

Pforzheim. Raumgreifende Ausstellung zum Tag der offenen Tür: Mit gut 2000 bis 2500 Besuchern rechnet Ulrich Haag, der Leiter des Sparkassen-Eventmanagements, bei der neuen interaktiven Ausstellung „Gold. Geld. Gesellschaft. Wie Edelmetalle unsere Region prägen.“

Am Samstag gab es in der Sparkasse nicht nur die fest installierten Exponate der Dauerausstellung zu sehen, sondern auch den gerade bei Familien mit kleinen Kindern für Selfies besonders beliebten 430 PS starken Rennwagen „Radical SR8“. Nicht wenige Dreikäsehochs nutzten die Gelegenheit, um am Steuer des mit einem extrem leistungsstarken 2,6-Liter-V8-Aggregat ausgestatteten Rennfahrzeugs Platz zu nehmen. Da die Karosserie des in Leichtbauweise gefertigten Flitzers keiner größeren Gewichtsbelastung ausgesetzt werden darf, half den Kleinen eine Sparkassenmitarbeiterin geduldig beim Ein- und Ausstieg.

Den Tag der offenen Tür bereicherte auch eine namhafte Protagonistin des Spitzensports: Die prominente Mountainbikerin, dreifache Olympia-Medaillengewinnerin und vielfache Welt- und Europameisterin Sabine Spitz stand allen Interessierten Rede und Antwort. Sie warb im Rahmen des Sparkassen-Events nicht nur für ihre Sportart, sondern auch für die 2009 in Freiburg gegründete Initiative „In Via“, unter deren Dach sie inzwischen ihre eigene Stiftung ins Leben gerufen hat.

Sabine Spitz (Jahrgang 1971) hält sich mit Training und Regeneration, aber auch mit bewusster Ernährung fit. Und sie lebt die Werte, die sie jungen Menschen vermitteln will – Zielstrebigkeit, Selbstbewusstsein, Weitblick und die konsequente Umsetzung eines Konzepts – auch aktiv vor: Beim „Cape Epic“-Rennen in Südafrika fuhr sie trotz eines schlimmen Sturzes bei der ersten Etappe aufs Treppchen. Erst im Ziel konnte eine über ihrem linken Auge klaffende Wunde mit mehreren Stichen genäht werden. Ihr Engagement für Jugendliche aus sozial schwierigem Umfeld erklärt sie so: „Es geht mir um ihre Chancen. Viele Talente liegen brach. Mein Ziel ist es, diese zu wecken, aufzurütteln.“ Besonders im Blick hat sie dabei sowohl Jugendliche mit Migrationshintergrund als auch Mädchen. Spätestens bei einem Bewerbungsgespräch, so Sabine Spitz, würden ihre „Schützlinge“ dank des verbesserten Auftretens vom Erlernten profitieren. Schließlich seien die Anforderungen bei einer Bewerbung denen im Sport nicht unähnlich.

Auf dem Leopoldplatz, unmittelbar vor dem Eingang der Sparkasse zeigte der aus Kopenhagen angereiste Silberschmied und -designer Allan Scharff (72) sein Können. Er war im Rahmen des Jubiläums „Goldstadt 250“ mit dem Silberschmiedeforum „Hammerclub“ in Pforzheim.

Spannende Hingucker

Wer den Tag der offenen Tür im neuen Sparkassen-Studio nicht wahrnehmen konnte, kann dennoch die Dauerausstellung (zu den Geschäftszeiten der Sparkasse) besuchen. Sehenswert sind hier etwa eine wuchtige Handspindelpresse (zum Prägen von Münzen) oder der 1516 in China niedergegangene Meteorit „Nantan“. Außerdem unter den Exponaten: in den Pforzheimer Scheideanstalten gefertigte Vorprodukte und Halbzeuge sowie die von Else Bach entworfene und beim Unternehmen Weinbrecht und Kücherer vergoldete Bambi-Statue, die 1996 die Band „Fools Garden“ für den Welthit „Lemon Tree“ erhielt. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Tombola. Die Gewinner der Hauptpreise werden schriftlich benachrichtigt.

www.sabine-spitz.com www.sparkasse-pfcw.de/eingoldblick www.invia-freiburg.de www.goldstadt250.de