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Selten gibt es so viel Prominenz zu einem Anlass wie beim Spatenstich der Westtangente. Das Bild zeigt Karl Röckinger, Hans-Ulrich Rülke, Gert Hager, Katja Mast, Norbert Barthle, Winfried Hermann, Nicolette Kressl, Andre Schöttle, Gunther Krichbaum, Marianne Engeser, Jens Kück, Dietlinde Hess und Fritz Sinzenich (von links).  Foto: Ketterl
Selten gibt es so viel Prominenz zu einem Anlass wie beim Spatenstich der Westtangente. Das Bild zeigt Karl Röckinger, Hans-Ulrich Rülke, Gert Hager, Katja Mast, Norbert Barthle, Winfried Hermann, Nicolette Kressl, Andre Schöttle, Gunther Krichbaum, Marianne Engeser, Jens Kück, Dietlinde Hess und Fritz Sinzenich (von links). Foto: Ketterl
20.11.2015

Spatenstich für Teilstück der Westtangente bis an die Dietlinger Straße

Die Ohren auf Untertöne eingestellt, die Augen auf das, was zwischen den Zeilen steht und überhaupt alle Antennen aufs Empfangen feiner Botschaften ausgerichtet: So hat das politisch sachkundige Publikum am Freitag den Ansprachen zum Spatenstich der lange ersehnten Pforzheimer Westtangente gelauscht. Genauer gesagt: dem Spatenstich für den zweiten Teil des ersten Teils, wie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in der Halle der Enzkreis-Straßenmeisterei sagt. Dorthin war der feierliche Part wegen des strömenden Regens verlegt worden.

Denn dieser Spatenstich findet für den einen Kilometer langen und 20 Millionen Euro teuren Unterabschnitt des ersten Abschnitts statt, der bis hinunter an die Dietlinger Straße führt. Der nächste Unterabschnitt ist vier Kilometer lang und dank des Arlinger-Tunnels 50 Millionen Euro teuer. Dieser soll die Westtangente dann an die Wildbader Straße (B294) im Brötzinger Tal anbinden. Die Planungen stehen, die Ausführung muss noch präzisiert und das Geld vom Bund bereitgestellt werden. Dessen Vertreter Norbert Barthle (CDU), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, bedient die Erwartungen aller, die wie OB Gert Hager, die Vertreter der Bürgervereine Dillweißenstein und Weststadt oder der IHK auf Zwischentöne und Hoffnungszeichen für die rasche Fortsetzung lauschen: „Um die Effektivität zu vertiefen, muss möglichst schnell weitergebaut werden.“

Ähnlich hatte sich am Vortag die Landtagsabgeordnete Marianne Engeser (CDU) geäußert. So spricht Barthle in ihrem Sinn, wenn er fordert: Land und Regierungspräsidium Karlsruhe sollten zügig die planerischen Grundlagen schaffen.

Einig über die Wichtigkeit

Landesminister Hermann wiederum lobt die schnelle Planungsarbeit und konsequente Entscheidungsfreude im Südwesten, fordert aber bei allem Anerkennen höherer Zahlungen aus Berlin mehr Geld für derlei Straßen-Neubauten. Wobei sich beide einig darin sind, welche Bedeutung die Westtangente für wirtschaftlichen Wohlstand und Lebensqualität nicht nur Pforzheims, sondern der ganzen Region hat. Ähnlich wie auch Regierungspräsidentin Nicolette Kressl in ihrem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung. Sie wisse, sagt sie, dass die auf knapp vier Jahre angelegten Bauarbeiten bis zum Erreichen der Dietlinger Straße Beeinträchtigungen vor Ort mit sich bringen, aber es lohne sich.

Sie würdigt erneut den Einsatz aller örtlichen Abgeordneten für das Projekt. Persönlich anwesend sind neben Engeser die Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum (CDU) und Katja Mast sowie FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke. Dass nicht alle glücklich sind, zeigt eine Pressenotiz des Bürgervereins Arlinger: Eine Entlastung für Pforzheim bringe der Bau nicht, stattdessen Belastungen im Arlinger und mehr Verkehr auf der Dietlinger Straße, bis der nächste Abschnitt komme – das könne dauern.

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