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Klaus Wagner zeigt einen Premier Dual Handscheinwerfer (r) und eine Blaulicht-Display-Kombination für die Frontscheibe von zivilen Einsatzfahrzeugen von Polizei und Zoll.
Spektakuläre Verfolgungsjagd: Remchinger flieht vor Polizei © dpa
08.05.2011

Spektakuläre Verfolgungsjagd: Remchinger flieht vor Polizei

PFORZHEIM. Ein 26-jähriger aus Remchingen lieferte sich am frühen Sonntagmorgen eine fast einstündige Verfolgungsfahrt mit der Pforzheimer Polizei.  Mehrere Fahrzeuge wurden dabei beschädigt. Beendet werden konnte die Fluchtfahrt erst in Rastatt. Der Opel-Fahrer sollte am Sonntag, um 3 Uhr im Pforzheimer Stadtgebiet einer Personen- und Fahrzeugkontrolle unterzogen werden. Der 26-jährige ignorierte die Anhaltezeichen und späteren Anhalteversuche hinzugezogener Polizeikräfte durch geschickte Fahrmanöver und flüchtete bei der Autobahnausfahrt Pforzheim-West auf die A8.

Bei der Anschlussstelle Pforzheim-Ost verließ er, verfolgt von mehreren Streifenwägen die Autobahn auf die B10 in Fahrtrichtung Mühlacker. Nach dem Erkennen eines Wendemanövers des Flüchtenden, wurde auf der L1132, zirka drei Kilometer vor Ötisheim eine Sperre mit Dienstfahrzeugen errichtet. Diese überwandt der Opel-Fahrer, indem er direkt auf einen Polizeibeamten zufuhr, der sich nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnte.

Bei der Weiterfahrt in Fahrtrichtung Pforzheim drängte der 26-jährige zwei Streifenwägen ab und fuhr erneut auf die Autobahn in Richtung Karlsruhe, wo er mehrfach rücksichtslos und ungehemmt verschiedenen Dienstfahrzeugen auffuhr und diese rammte. An der Anschlussstelle Karlsbad verließ das Fluchtfahrzeug die Autobahn, rammte erneut einen quergestellten Dienstwagen und fuhr über Busenbach nach Ettlingen und dort auf die Autobahn A 5.

Zwischenzeitlich beteiligten sich an der Verfolgung auch weitere Streifenwägen aus dem Bereich Karlsruhe. Das Fluchtfahrzeug verließ die Autobahn A5 bei der Anschlussstelle Rastatt-Rauenberg. Im Bereich Plittersdorf blieb das Fahrzeug defekt liegen und der 26-jährige konnte kurz vor 4 Uhr durch die Polizeibeamten festgenommen werden, wobei er durch den eingesetzten Diensthund am linken Unterarm leicht verletzt wurde. Es entstand ein Gesamtschaden von rund 26.000 Euro, wobei vier eingesetzte Dienstfahrzeuge beschädigt wurden.

Der Flüchtende warf auf der Autobahn ein Päckchen mit einer geringeren Menge Betäubungsmittel aus dem Fahrzeug, was vermutlich der Grund für seine Flucht gewesen sein dürfte. Ein durchgeführter Alkoholtest erbrachte ein Ergebnis von 0,00 Promille, sein Führerschein wird dennoch einbehalten. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Pforzheim wurde der 26jährige nach Abschluss der Strafprozessualen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.