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Trotz Sperrung eines Teils der Autobahnanschlusstelle Pforzheim-West gab es kein Chaos auf Pforzheims Straßen. © Ketterl
03.06.2011

Sperrung der A8-Abfahrt: Dichter Umleitungsverkehr

PFORZHEIM/ENZKREIS. Das befürchtete Chaos ist ausgeblieben. Von heute an ist die Autobahnabfahrt Pforzheim-West aus Fahrtrichtung Stuttgart gesperrt. Das heißt: Umleitungsverkehr über die Ausfahrt Pforzheim-Nord durch die Nordstadt oder über die Ausfahrt Karlsbad durch den westlichen Enzkreis. Doch der Verkehr fließt, wenn auch zäh.

Bildergalerie: Sperrung von Pforzheim-West führt zu Umleitungssuche

Die Autofahrer hätten sich in den vergangenen Tagen - die Anschlussstelle Pforzheim-West ist schon seit längerem von wechselnden Sperrungen betroffen - an die Behinderungen gewöhnt und mit der neuen Situation vertraut gemacht, sagt Polizeisprecher Wolfgang Schick.

Wer über die Autobahn auf die Wilferdinger Höhe muss, kann entweder durch die Nordstadt über die Heinrich-Wieland-Alle, die Hohenzollernstraße und die Hachelallee fahren, oder der offiziellen Umleitung über die Bauschlotter Senke, Ispringen und die Königsbacher Landstraße auf die Hachelallee, die Wilhelm-Becker-Straße und die Karlsruher Straße gelangen.

"Stuttgart - Karlsruhe in beiden Richtungen / Pforzheim-West / Einfahrt gesperrt / Baustelle bis 14.06.2011 14:00 Uhr / Empfehlung: Nutzen Sie die Anschlussstelle Pforzheim-Nord zur Einfahrt auf die A8." Dies war heute Morgen auf der ADAC-Webseite zum Thema Staugefahr zu lesen. Einen Stau freilich gab es nicht wirklich.

Viel Verkehr ist heute Morgen durch in der Nordstadt gerollt, sehr viel Verkehr. Vor allem auf der nicht-offiziellen, den Ortskundigen aber bestens bekannten Umleitungsstrecke über die Hohenzollernstraße. Mit dieser Verkehrsbelastung müssen die Nordstädtler noch eine Weile leben. Auch im westlichen Enzkreis, der immer dann betroffen ist, wenn es zum Beispiel mal wieder auf der A8 am Nöttinger Gefälle knallt und Lkws beide Fahrspuren blockieren, wird man sich an ein stetes hohes Verkehrsaufkommen gewöhnen müssen. Insbesonere der Lkw-Verkehr wird hier auffallen.

Doch das Chaos ist ausgeblieben. Und das trotz der Belagsarbeiten auf der B10 zwischen der Pforzheimer Oststadt und der Autobahnanschlussstelle Pforzheim-Ost. Wer die innerstädtische Staugefahr bei Pforzheim-Nord meiden und bei Pforzheim-Ost ausfahren will, kann dann plötzlich im Osten der Stadt in der Schlange stehen.

Polizeihauptkommissar Joachim Salewski rät daher zu einer großzügigen Umfahrung der beiden Problemzonen. Sein Tipp: Runter von der Autobahn in Pforzheim-Süd. So würde man auf relativ unbelasteten Straßen nach Pforzheim einfahren können und auf anderen, nicht überlasteten Wegen zur Wilferdinger Höhe kommen. Und: "Einfach 15 Minuten früher losfahren", so Salewski. Das würde den Zeitdruck nehmen und ein entspannteres, vor allem pünktlicheres Ankommen gewährleisten können .

Sabine Blum, Direktorin des Hotels „Residenz“, rechnet mit Einbußen – insbesondere, wenn ab 14. Juni auch noch die Ausfahrt West aus Fahrtrichtung Karlsruhe zugemacht wird. Ihr Vorteil, die direkte Nähe zur Autobahnanschlussstelle Pforzheim-Nord könnte jetzt vielleicht zum befristeten Nachteil werden. Andere Firmen befürchten ebenfalls Einbußen, doch noch sind keine eklatanten Umsatzeinbrüche bekannt geworden.

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