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11.09.2009

Spielhallen-Räuber kommt stets im Kapuzenshirt

PFORZHEIM. Der Überfall am Freitagmorgen auf eine Spielothek auf der Wilferdinger Höhe in Pforzheim ist bereits der vierte seit Juni dieses Jahres. Fast alles spricht dafür, dass es sich jedes Mal um den gleichem Täter handelt.

Der Täter kam wie immer im Morgengrauen: Am Freitag um 6.10 Uhr betrat ein junger Mann eine Spielothek an der Konstanzer Straße auf der Wilferdinger Höhe. Mit einer Schusswaffe, einer Pistole mit braunem Griff, zwang er die 44-jährige Angestellte zur Herausgabe von mehreren 100 Euro, wie Polizeisprecher Michael Sengle der PZ sagt.

Nach dem Überfall sei er zu Fuß in Richtung Westen geflohen. Bekleidet war der Räuber mit Jeans und einem schwarzen Kapuzenshirt, er sei 1,75 bis 1,80 Meter groß gewesen und habe hiesigen Dialekt gesprochen. Damit entspricht er bis auf ganz geringfügige Abweichungen der Täter-Beschreibung nach dem Doppel-Überfall auf eine Spielothek an der Naglerstraße im Osten der Stadt am Donnerstag, 16. und am Dienstag, 21. Juli, ebenfalls unmittelbar nach Öffnung des Lokals morgens um 6 Uhr.

Auch in diesen Fällen beschrieb die überfallene 51-jährige Angestellte den ungebetenen Gast als jungen Mann, 20 bis 30 Jahre alt, schlank und mit hiesigem Dialekt, allerdings als etwa 1,70 Meter groß. Er habe einen dunklen Schal vor dem Gesicht gehabt. Den trug auch der Täter, der am Montag, 22. Juni, morgens um sechs Uhr eine Spielothek an der Mannheimer Straße, ebenfalls auf der Wilferdinger Höhe, überfiel. Auch er wird von der 54-jährigen Angestellten als 1,70 Meter groß, schlank und bekleidet mit einem schwarzen Kapuzenshirt beschrieben, soll aber mit osteuropäischem Akzent gesprochen haben.

„Nicht hundertprozentig“

Auch bei der Polizei gilt es dennoch als äußerst wahrscheinlich, dass der Täter in jedem Fall der gleiche ist. „Obwohl wir es mit hundertprozentiger Sicherheit natürlich nicht wissen“, sagt Polizeisprecher Michael Sengle.

Sollte er geschnappt werden, muss er für schweren Raub mit einer Haftstrafe von mindestens drei Jahren rechnen. Ein hoher Preis angesichts einer Beute, die nach Auskunft von Polizeipressesprecher Michael Sengle für die vergangenen vier Pforzheimer Spielhallen-Überfälle seit Juni 2009 nicht viel mehr als 2000 Euro beträgt.