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02.11.2009

Spielotheken-Räuber noch keinem Zeugen aufgefallen

PFORZHEIM. Nach dem bereits fünften Spielcasino-Überfall in Pforzheim in diesem Jahr und einem vermutlich zu dieser Serie gehörenden Bankraub im Stadtteil Büchenbronn hat die Polizei noch immer keine heiße Spur. Das sagte am Montag Polizeisprecher Wolfgang Schick zur PZ.

Bildergalerie: Banküberfall und Ringfahndung in Büchenbronn

„Es gibt kaum Zeugenhinweise, nichts, was einen Ansatz bietet“, so Schick. Wie berichtet, hatte am Sonntag um 7.20 Uhr ein Unbekannter eine Spielothek an der Ersinger Straße in Brötzingen betreten und mit einer Pistole eine Angestellte gezwungen, ihm Bargeld auszuhändigen. Die Polizei vermutet, dass es sich beim Täter um den selben handelt, der seit Juli zwei Spielotheken auf der Wilferdinger Höhe und gleich zweimal die Spielothek an der Naglerstraße im Osten Pforzheims überfallen hat.

Stets am frühen Morgen

Er wird als etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß beschrieben, stets mit Jeans und einer Kapuzenjacke bekleidet und mit einem dunklen Schal maskiert. Soweit bekannt, flüchtete er jedes Mal zu Fuß. Und er kam stets in den frühen Morgenstunden. „Vorgehensweise, Tatzeit, Tatort – es dürfte sich um ein und denselben handeln“, bestätigt Schick.

Die Polizei hält zudem für möglich, was für eine überfallene Spielotheken-Angestellten schon feststeht, seit sie Fotos aus der Überwachungskamera gesehen hat: dass der Mann, der sie ausraubte, auch der Bankräuber von Büchenbronn ist. Dort überfiel Ende September ein identisch aussehender Täter die Sparkassenfiliale.

Überregional nichts gefunden

Der Polizei bleibt wenig anderes, als weiter auf Zeugenhinweise zu hoffen, Spielotheken zu überwachen und in einem aufwendigen Puzzlespiel Daten abzugleichen. Zwei bis drei Beamte konzentrieren sich im wesentlichen auf die Raubserie. Es könnte ja sein, so die Überlegung der Ermittler, dass der Täter auch außerhalb Pforzheims schon zugeschlagen hat. „Wir haben aber überregional nichts gefunden, was zu uns passt“, räumt der Polizeisprecher ein.

Nun ruhen die Hoffnungen darauf, dass der Täter vielleicht schon vor der Tat auffällt, beim Ausspähen eines Tatorts zum Beispiel. Oder der Polizei ins Netz geht, weil er ein Drogensüchtiger ist, der sich durch die Überfälle seine Sucht finanziert.