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Judokas aus Pforzheim und der Partnerstadt Saint-Maur-des-Fossés bei gemeinsamen Übungen in der Bertha-Benz-Halle. Seibel
Judokas aus Pforzheim und der Partnerstadt Saint-Maur-des-Fossés bei gemeinsamen Übungen in der Bertha-Benz-Halle. Seibel
Lasersignal statt scharfer Munition: Walter Kiefer und Guiglaine Texandier legen am Schießstand in der Hall des Hilda-Gymnasiums an.
Lasersignal statt scharfer Munition: Walter Kiefer und Guiglaine Texandier legen am Schießstand in der Hall des Hilda-Gymnasiums an.
Héloïse Demeuse übersetzt die Begrüßung ins Französische.
Héloïse Demeuse übersetzt die Begrüßung ins Französische.
16.05.2016

Sportliche Begegnung in der Bertha-Benz-Halle beschließt Pfingstreffen

Hier werfen Judokas einander zu Boden, dort warten Schützen auf den richtigen Moment, versuchen Teams an Torwand oder unterm Korb ihr Glück: Bei der Begegnung in der Bertha-Benz-Halle zeigt sich die deutsch-französische Freundschaft von ihrer sportlich-intensiven Seite.

Die Übungen sind der Abschluss des dreitägigen Pfingstreffens der Sportpartnerschaft Pforzheim-Saint-Maur.

Im Zuschauerbereich zieht Ursula Merlin, Ansprechpartnerin in Saint-Maur-des-Fossés ein positives Fazit, zeigt sich begeistert vom Gasometer und begrüßt, dass in Pforzheim alle Teilnehmer zwei gemeinsame Tage statt wie sonst einen hatten. „Eine Riesenatmosphäre“, fasst Rudolf Mürrle die Begegnung aus Sportlersicht zusammen. Dass seine Judoka verloren haben, quittiert der Präsident des Judo Clubs mit einem Lächeln. „Darum geht es nicht“, sagt er und berichtet von ungleichen Spaßkämpfen zur Freude der Zuschauer am Vortag. Anders als auf dem Gelände der TGS sowie bei der Disco in der Jahnhalle fällt die Stimmung in der großen Sportanlage des Hilda-Gymnasiums mit einigen Dutzend Zuschauern eher nüchtern aus.

Am Biertisch in der Eingangshalle sitzt derweil ein zufriedener Helmut Schmitt, der kein Hehl daraus macht, welche Anstrengung es immer wieder braucht, um den traditionsreichen Kontakt zu pflegen. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagt der pensionierte Pädagoge, der sich seit rund 35 Jahren für die Sportpartnerschaft engagiert. „Die deutsch-französische Freundschaft ist nicht unbedingt ein Selbstläufer“, so Schmitt – und meint die große politische Bühne wie den direkten Kontakt: „Ich kann nicht sagen, dass das in zwei Jahren genauso wird wie heute.“ Doch die Mühe lohnt sich, daran lässt er keinen Zweifel: „Es ist ein Projekt, das man unbedingt weiterverfolgen sollte.“

Für das grenzübergreifende Miteinander steht Héloïse Demeuse – in Belgien geboren, in Frankreich aufgewachsen, in Pforzheim studiert, inzwischen in Kempten beruflich tätig. Sie steht Schmitt als Übersetzerin zur Seite und ist mit ihren 24 Jahren ein junges Gesicht der deutsch-französischen Freundschaft. Sport sei das perfekte Bindeglied, weil er alle Generationen zusammenführe, sagt Demeuse.