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Sportunterricht im Rollstuhl.
Sportunterricht im Rollstuhl. © Reinhardt
28.06.2011

Sportunterricht im Rollstuhl

Die Rollstühle sausen mit einer enormen Geschwindigkeit durch die Benckiser-Sporthalle, die Basketbälle fliegen durch die Luft: Für rund 90 Schüler des Hebel Gymnasiums wurde der Sportunterricht am Dienstagvormittag zu einem besonderen Höhepunkt. Rollstuhlbasketball stand bei dem vom Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (BBS) veranstalteten Projekt „Behindertensport macht Schule“ auf dem Stundenplan.

Bei der Aktion, die bereits an 20 Schulen stattfand, sollen die Schüler einen Einblick in das Leben von Menschen mit Behinderungen bekommen und für deren Lebensbedingungen sensibilisiert werden. „Das Besondere ist, dass wir den Kindern und Jugendlichen über den Sport einen sozialen Umgang vermitteln können“, sagte Eugen Schmidt, Spielertrainer beim RSG Langensteinbach, der zusammen mit Marco Hopp, Co-Trainer der Rollstuhlbasketball-Juniorennationalmannschaft, die Jungen und Mädchen mit dem Rollstuhl und der Sportart vertraut machte.

Das Hebel-Gymnasium hat derzeit drei Schüler, die im Rollstuhl sitzen. Einer davon ist der Fünftklässler Valentin Ruf, für den der besondere Sportunterricht initiiert wurde. „Dadurch, dass Valentin sehr sportlich ist und am normalen Unterricht nicht teilnehmen kann, haben wir beschlossen, dass er einen Schulstunde für sich bekommt“, sagte Sportlehrerin Schirin Schnepf. Für die Kinder und Jugendlichen war das Projekt ein voller Erfolg: „Es war richtig schön, es hat Spaß gemacht“, sagte der zwölfjährige Paul Oppold.