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Sammeln die Munition rund um den Bauwagen: Ildikó Wittman, der vierjährige Lennard und Hund Bruno.  Foto:Moritz

Spuk bei Waldkita: Kinder finden Plastikmunition rund um Bauwagen

Pforzheim-Hohenwart. Es ist fast jeden Morgen dasselbe Spiel: Wenn die Kinder der Hohenwarter Naturgruppe zu ihrem Bauwagen kommen, sind sie erst einmal damit beschäftigt, Plastikkügelchen einzusammeln. „Das gehört doch nicht in den Wald“, rufen sie dann empört, wie Ildikó Wittmann, eine der drei pädagogischen Fachkräfte, auf PZ-Anfrage berichtet. Die Kleinen seien da sensibilisiert.

Darauf, dass die Teilchen aus Softair-Pistolen stammen, lässt die Tatsache schließen, dass Klappstühle und Schulbänke laut Wittmann von Unbekannten nachts zu einer Art Schießstand umgebaut werden. Auch die Baumstümpfe, die den derzeit 17 im „Fuchsbau“ betreuten Kindern beim Morgenkreis als Sitzgelegenheiten dienen, würden immer wieder weggetragen und -gerollt oder umgestoßen. Angefangen habe der Spuk nach den Osterferien, erinnert sich die Betreuerin. Nach Pfingsten hätten die Fälle noch einmal zugenommen.

Erleichtert ist Wittmann, dass bislang nichts beschädigt wurde. „Wir haben auch überhaupt nichts dagegen, dass Spaziergänger auf unserer Terrasse eine Pause machen“, betont sie. Allerdings wünsche man sich, den Platz am nächsten Morgen so vorzufinden, wie man ihn verlassen habe.

Besorgt ist das Team dennoch. Der im Herbst vergangenen Jahres aufgestellte Bauwagen habe „viel Geld gekostet“ und sei je nach Witterung „lebensnotwendig“, um die Außengruppe des katholischen Kindergartens „Zum guten Hirten“ aufrecht erhalten zu können.

Mehr lesen Sie am 4. Juli in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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Anke Baumgärtel

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