Staatsanwältin: Brandstifter „Gefahr für Allgemeinheit“

PFORZHEIM. Mit elf Bränden, die im August vergangenen Jahres große Ängste in der Nord- und Oststadt ausgelöst hatten, befasst sich seit diesem Montag das Pforzheimer Amtsgericht. Der mutmaßliche „Feuerteufel“ ist geständig.

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Feuerteufel schlägt in Gartenstadt zu

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Feuer in der Eutinger Gartenstadt

Voll geständig

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Brand am Oberen Wingertweg

Meist zündete der Beschuldigte Autos, Motorroller oder Sperrmüllhaufen an, wobei es zu größeren Bränden in der Eutinger Gartenstadt, an der Enzstraße und am Oberen Wingertweg gekommen war. Ein Versuch an der Christophallee scheiterte, als er mit einem angezündeten Kontoauszug eine Vespa in Brand stecken wollte. Da der Kontoauszug, der auf seinen Namen ausgestellt war, nicht vollständig verbrannte, kam ihm die Polizei auf die Spur.

Der Lebenslauf des Angeklagten, der in Pforzheim geboren wurde, in Birkenfeld aufwuchs und fließend Englisch und Thailändisch spricht, ist ungewöhnlich. Unter anderem überführte er als Kleinunternehmer gebrauchte Lastwagen nach Afrika und Asien, die er dort gewinnbringend verkaufte. Er hatte eine eigene Reparaturwerkstatt für Autos und Motorräder in Thailand, wo er – wie er erklärte – selbst die Fahrzeuge der Königsfamilie gewartet habe. Später kam er wegen seines angeschlagenen Gesundheitszustandes nach Deutschland zurück.

Der zum dritten Mal verheiratete Mann, der von seiner jetzigen Frau aus Fernost getrennt lebt, baute nicht nur ihr ein Haus, sondern auch seinen beiden früheren Frauen. Seine erste Frau verließ er, weil sie angeblich schwarze Magie zusammen mit ihrer Familie betrieben hatte.