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15.10.2013

Stadt bleibt auf Kosten für Asylbewerber teilweise sitzen

Der Stadt fehlt es kurz- und langfristig an Gebäuden für die Unterbringung von Asylbewerbern. In diesem Jahr wird deren Zahl auf vermutlich 180 Personen ansteigen. Alle Plätze in den städtischen Gebäuden an der Adolf-Richter-Straße, an der Kanalstraße und 25 Plätze an der Bleichstraße 95/97 werden bis Monatsende belegt sein.

Das erklärte Sozialamtsleiter Rüdiger Staib während der Sitzung des Gemeinderats am Dienstag. Waren in den 80er-Jahren noch 1600 Asylsuchende auf 20 Unterkünfte in der Stadt verteilt, schrumpften diese Standorte im Laufe der Jahre wegen fehlender Zuweisungen. Seit einem knappen Jahr kommt es laut Staib zu einer Zunahme der Flüchtlinge über Schlüsselzuweisungen des Landes.

Außer den 45 bis 50 freien Wohnungen in der Obdachlosensiedlung Eutinger Tal hat die Stadt nach eigener Aussage keinerlei Puffer mehr. Da das Land aber ab 2016 fast doppelt soviel Platz pro Person an zentralen Orten im Stadtgebiet gesetzlich vorschreiben will, braucht die Kommune dringend eine neue bauliche Lösung für die Wohnungsnot etwa in Form einer neuen Gemeinschaftsunterkunft.

Kostenrisiko bei der Stadt

Zu berücksichtigen ist dabei, dass das Land momentan pro Asylbewerber lediglich 200 Euro monatlich inklusive aller Nebenkosten zur Verfügung zahlt. Das Kostenrisiko etwa im Falle von Erkrankungen oder langen Aufenthalten in der Unterkunft liege immer bei der Stadt, sagte Staib. Durchschnittlich wohnen die Betroffenen 15 bis 20 Monate in einer Unterkunft.

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