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Unversehens in einen Konflikt geraten: Bau-und-Grund-Geschäftsführer Wilfried Wibusch und sein Technischer Leiter Lothar Hein, die hier zwei Einfamilienhäuser planen. Ihre Mieter in den Häusern unterhalb wollen das nicht und pochen auf einen alten Bebauungsplan.
Unversehens in einen Konflikt geraten: Bau-und-Grund-Geschäftsführer Wilfried Wibusch und sein Technischer Leiter Lothar Hein, die hier zwei Einfamilienhäuser planen. Ihre Mieter in den Häusern unterhalb wollen das nicht und pochen auf einen alten Bebauungsplan. © Ketterl
18.11.2010

Stadt erlaubt ohne Bebauungsplan neue Häuser

Die Stadt Pforzheim hat der Wohnbebauung auf einem Grundstück auf dem Rodrücken zugestimmt, das offiziell kein Bauland ist. Mehrere Anwohner, die das Vorhaben des Wohnungsbau-Unternehmens Bau und Grund generell wegen der für sie damit verbundenen Einschränkungen ablehnen, sehen darin nun den Ansatz für ihre Kritik.

Ihr Vorwurf wendet sich insbesondere gegen Pforzheims Baubürgermeister Alexander Uhlig, der bei der Bau und Grund kraft Amtes im Aufsichtsrat sitzt und dessen Dezernat den geplanten Bau genehmigt hat. Der Fall ist die zweite bekannt gewordene Genehmigung außerhalb eines Baufensters innerhalb von kurzer Zeit. Die Stadt will damit ohne den bürokratischen Aufwand einer Bebauungsplan-Änderung den Grundsatz umsetzen, eher freie Flächen in Siedlungsgebieten zu bebauen als weiter zur Landschaftszersiedlung beizutragen. Kritiker sehen willkürlicher Genehmigung Tür und Tor geöffnet.