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23.02.2015

Stadt gedenkt ihrer Opfer und setzt ein Zeichen für den Frieden

Am 70. Jahrestag der Bombardierung und Zerstörung Pforzheims hat die Stadt Pforzheim ihrer rund 18.000 Opfer gedacht. Es sollte jedoch nicht nur ein Tag der Trauer sein, sondern ein Tag, an dem ein Zeichen für den Frieden gesetzt wird.

Bildergalerie: 23. Februar: Große Gedenkfeier auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof

Am Morgen wurde von den Schülern des Theodor-Heuss-Gymnasiums die Ausstellung „I, You, Let`s remember“ zusammen mit Oberbürgermeister Hager eröffnet. Im Anschluss wurden entlang der Fußgängerzone die Mosaike aufgestellt, die von den Pforzheimern in den letzten fünf Jahren gestaltet wurden.

Um 16 Uhr fand die offizielle Gedenkfeier auf dem Hauptfriedhof statt. Gert Hager und S.E. Sir Simon McDonald, KCMG Botschafter des Vereinigten Königreich, hielten Reden. Besonders der Oberbürgermeister Gert Hager verdeutlichte am Beispiel einer Familie die Tragödie einer ganzen Stadt. „Und ich weiß, liebe Pforzheimerinnen und Pforzheimer, viele von Ihnen sehen jetzt in diesem Moment eigene oder in ihrer Familie überlieferte furchtbare Erinnerungen vor ihren Augen vorüberziehen, Bilder des Schmerzes und der Trauer.“ Diese Trauer sitze tief, doch sie habe die Stadt zu Höchstleistungen angespornt, denn heute könnte sie auf 70 Jahre Frieden zurückblicken.

Oberbürgermeister Hager, die Delegationen Gernika, Irkutsk, sowie Colonel John Roger in Vertretung von John Wynne, die Feuerwehr, die Polizei, das DRK, die Europa-Gesellschaften und der Landwehr- und Offiziersverein legten Kränze nieder. Die Worte des Gedenkens sprach Pfarrer Georg Lichtenberger von der katholischen Kirche. Die Gebete sprach Dekanin Christiane Quincke von der evangelischen Kirche und Reverend Stephen Fielding der Coventry-Cathedral. Den Choral spielte die Bläsergruppe des Musikzugs der Feuerwehr Pforzheim unter der Leitung von Dr. Bernd Windelband.